Wahlrecht ab 16: Kinderschutzbund Niedersachsen unterstützt Vorstoß für die Absenkung des Wahlalters

23. August 2018

Der Kinderschutzbund in Niedersachsen unterstützt die von der niedersächsischen Landtagspräsidentin Gabriele Andretta erneut ins Gespräch gebrachte Ausdehnung des Wahlrechts ab 16 Jahren. Bereits seit 2016 können sich in Niedersachsen Jugendliche ab 16 Jahren an der Kommunalwahl beteiligen – für die Landtagswahl allerdings wird ihnen dieses Recht bisher nicht zugestanden. "Wer Beteiligung ernst meint, muss Jugendliche aktiv die Landespolitik mitbestimmen lassen", bekräftigt der Landesvorsitzende des Kinderschutzbundes in Niedersachsen, Johannes Schmidt. Das kommunale Wahlrecht könne nur der erste Schritt gewesen sein, betont Schmidt.

Das Argument, es könne einheitliche Altersgrenzen aufweichen, wenn bei der nächsten Landtagswahl 16-jährige an die Urne dürften, lässt der Kinderschutzbund indes nicht gelten: "Wir haben im Familienrecht 14-jährige, die wichtige Entscheidungen für ihr weiteres Leben selbst treffen, 16-jährige Auszubildende, die im Berufsleben stehen und Steuern zahlen und 17-jährige, die sich nach dem Abitur zwischen Studium, bürgerlichem Engagement oder dem Dienst an der Waffe entscheiden müssen.", sagt Schmidt. Das kommunale Wahlrecht und das Recht zur Teilnahme an der Landtagswahl wie in anderen Bundesländern auch in Niedersachsen zu vereinheitlichen, sei nach Überzeugung des Kinderschutzbundes längst überfällig.

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Deutscher Kinderschutzbund, Landesverband Niedersachsen, 20.08.2018

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Familien in Niedersachsen