Neu für Stadt und Region Hannover: Beratungstelefon Kindeswohlgefährdung

28. Januar 2015

Es ist nicht immer einfach, Anzeichen zu beurteilen und ein mögliches Gefährdungsrisiko für Kinder und Jugendliche einzuschätzen. Die Jugendämter der Landeshauptstadt und der Region Hannover haben Anfang Januar gemeinsam ein "Beratungstelefon" für Fragen zur Einschätzung von Kindeswohlgefährdung eingerichtet. Es steht allen Personen, die beruflich, neben- oder ehrenamtlich in Kontakt mit Kindern und Jugendlichen stehen, zur Verfügung. Vier im Kinderschutz ausgebildete Fachkräfte geben Hilfestellung - kostenfrei, anonymisiert und niedrigschwellig erreichbar.

Auch das weitere Vorgehen kann Thema der durchweg pseudonymisierten Beratung sein. Erst wenn sich herausstellt, dass das Kind oder der Jugendliche akut gefährdet ist, müssen den Jugendämtern konkretere Daten übermittelt werden, damit der notwendige Schutz sichergestellt werden kann. Zu dieser Datenübermittlung sind auch sogenannte Geheimnisträger, wie Ärztinnen, Ärzte oder Hebammen berechtigt.

Für wen?
Die Beratung nutzen können alle, die in ihrer Berufstätigkeit Kontakt zu Kindern und Jugendlichen haben: Lehrkräfte, Ärztinnen und Ärzte, Hebammen, Tagespflegepersonen, Personal in Schulen, Psychologinnen und Psychologen, Mitarbeitende von Musik- oder Ballettschulen, Trainer, Trainerinnen oder Ehrenamtliche in Vereinen. Außerdem auch Ausbildende, Mitarbeitende im Einzelhandel, der Gastronomie oder im Handwerk.

Hintergrund
Das 2012 in Kraft getretene Bundeskinderschutzgesetz schreibt vor, dass der angesprochene Personenkreis bei deutlichen Anhaltspunkten für eine Kindeswohlgefährdung genau hinschauen und selbst aktiv werden muss. Er hat einen gesetzlichen Anspruch auf Fachberatung durch die Jugendämter, um das Gefährdungsrisiko einzuschätzen und zu einer größeren Handlungssicherheit zu gelangen. Es geht um die Beurteilung von Anzeichen und um die Frage, ob eine Gefährdung vorliegt.

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Beratungstelefon - Fragen zur Einschätzung von Kindeswohlgefährdung

T (0511) 270 785 22
kostenfrei, anonymisiert

Beratungszeiten:
montags 9.30 bis 12 Uhr / 13 bis 15 Uhr
dienstags 13 bis 15.30 Uhr
mittwochs 12.30 bis 15.30 Uhr
donnerstags 9.30 bis 13 Uhr / 13.30 bis 15.30 Uhr
freitags 9.30 bis 12.00 Uhr

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Link zur Website des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung
Familien in Niedersachsen