Guter start ins Kinderleben – länderübergreifendes Modellprojekt früher Hilfen

19. Dezember 2008

"Guter Start ins Kinderleben" ist ein Modellprojekt zur frühen Förderung elterlicher Erziehungs- und Beziehungskompetenzen in prekären Lebenslagen und Risikosituationen. Es will belastete Eltern, wie etwa sehr junge und allein erziehende Mütter, früh unterstützen, um Überforderung in der Familie zu vermeiden. Damit soll Vernachlässigung und Kindeswohlgefährdung im frühen Lebensalter entgegen gewirkt werden.

Ziel des länderübergreifenden Modellprojekts ist außerdem, interdisziplinäre Kooperationsformen zu erproben und Vernetzungsstrukturen zu entwickeln. Angebote der Jugend- und Gesundheitshilfe sollen systematisch miteinander koordiniert werden.

"Guter Start ins Kinderleben" wurde 2006 gestartet, in gemeinsamer Initiative der Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz und Thüringen entwickelt und gemeinsam gefördert. Das Projekt wird in jedem Bundesland in einer städtischen und einer ländlichen Region durchgeführt.

Wissenschaftlich begleitet und koordiniert wird das Modellprojekt durch die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/ Psychotherapie des Universitätsklinikums Ulm (Prof. Dr. Jörg M. Fegert, PD Dr. Ute Ziegenhain). Das Bundesfamilienministerium fördert die Evaluation im Rahmen des Aktionsprogramms "Frühe Hilfen für Eltern und Kinder und soziale Frühwarnsysteme".

Die Hauptphase des Modellprojekts endet im Dezember 2008. Ergebnisse der Evaluation werden Anfang 2010 vorliegen.

Die Maßnahmen des Projekts,

  • Runder Tisch
  • ergänzende Arbeitsgruppen
  • Screeninginstrument "Anhaltsbogen für ein vertiefendes Gespräch" mit Schulung der Klinikfachkräfte
  • sowie Weiterbildungen in der "Entwicklungspsychologischen Beratung",
haben sich als effektiv, praktikabel und ökonomisch erwiesen, so Projektkoordinatorin Angelika Schöllhorn, Universitätsklinikum Ulm. Mehr zum vorläufigen Ergebnis zum Ende der Hauptphase finden Sie in ihrer Stellungnahme.

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Link zur Website des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung
Familien in Niedersachsen