Landesregierung will Hilfen bei häuslicher Gewalt ausweiten

13. November 2013

Niedersachsen will die Hilfe für von Gewalt betroffene Mädchen und Frauen ausweiten. Dafür sollen die Mittel der primären und opferbezogenen Prävention erhöht werden. Zusätzlich sollen künftig drei weitere Täterberatungsstellen mit Landesmitteln bezuschusst werden. Das kündigte Niedersachsens Sozial- und Frauenministerin Cornelia Rundt bei der Fachtagung "Betrifft: Häusliche Gewalt" in Hannover an.

So sollen alle 41 Frauenhäuser, 39 Gewaltberatungsstellen und Notrufe sowie die 29 Beratungs- und Interventionsstellen gegen häusliche Gewalt weiter gefördert werden. Vorbehaltlich der Zustimmung des Landtages werden 2014 die Mittel dafür auf 5,489 Millionen Euro erhöht. Die Fördermöglichkeiten der "Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von Maßnahmen für Frauen und Mädchen, die von Gewalt betroffen sind" soll voll ausgeschöpft werden.

Rundt betonte den hohen aktuellen frauenpolitischen Stellenwert, den das Handlungsfeld "Gewalt gegen Frauen und Mädchen" für die Landesregierung einnimmt. Sie erklärte, dass die neue Landesregierung für eine konsequente, zielgenaue und verlässliche Förderung der Frauen- und Mädchenhäuser sowie Gewaltberatungsstellen steht.

Darüber hinaus soll der bisherige Ansatz für Täterarbeit ab 2014 auf 220.000 Euro erhöht werden. Damit können künftig elf - statt bisher acht - Täterberatungsstellen mit Landesmitteln bezuschusst werden.

Die Zahl der von häuslicher Gewalt betroffenen Frauen und Mädchen, die in den Einrichtungen Hilfe suchen, ist kontinuierlich auf hohem Niveau. 2012 haben rund 30.000 Frauen in den vom Land geförderten Frauenhäusern, Gewaltberatungsstellen und BISS um Rat und Unterstützung nachgesucht.

zurück

Quelle: Pressemitteilung des Niedersächsischen Sozialministeriums vom 13.11.2013

zurück

Link zur Website des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung
Familien in Niedersachsen