Gesundheitshilfe

Zentralen Frühe Hilfen

Die Landesregierung baut das Angebot in der Gesundheitshilfe für Familien, insbesondere auch für Schutz suchende Frauen und Kinder, aus. Dazu wurden an den Modellstandorten in den Landkreisen Northeim und Verden sowie der Stadt Wilhelmshaven "Zentralen Frühe Hilfen" errichtet. Die jeweilige Zentrale bündelt und koordiniert vor Ort die Hilfen bei physischen, psychomotorischen und sozialmedizinischen Fragen und Problemen der Frauen, Eltern und Kinder. Einfache Behandlungen werden direkt vom Fachpersonal ausgeführt. Die am Modellprojekt beteiligte Kommune stellt die Räumlichkeiten bereit und gewährleistet, dass das Projekt auf Basis einer engen Kooperation von Gesundheits- und Jugendamt umgesetzt werden kann.

Das Konzept wird an den drei Standorten in einem Zeitraum von drei Jahren modellhaft erprobt. Die Landkreise Northeim und Verden sind zum 1. Oktober 2016 gestartet, die Stadt Wilhelmshaven folgte am 1. Dezember 2016 mit dem Aufbau der Zentrale Frühe Hilfen. Insgesamt fördert das Land das Modellprojekt mit 470.000 Euro. Das Institut für Entwicklungsplanung und Strukturforschung GmbH an der Universität Hannover ist mit der Evaluation des Vorhabens beauftragt und wird die Umsetzung von Beginn an begleiten.

Eng eingebunden in das Modellprojekt ist auch die Stiftung "Eine Chance für Kinder", die sich seit 15 Jahren für den Einsatz von Familienhebammen und Fachkräften Früher Hilfen in Niedersachsen engagiert. Sie hat das Konzept entwickelt und die Projektleitung übernommen.

Zentrale Frühe Hilfen hat vielfältige Aufgaben
In der Sprechstunde können sämtliche gesundheitlichen Probleme von Frauen und Kindern besprochen werden. Die Fachkräfte Frühe Hilfen schätzen gesundheitliche Problemlagen ein, empfehlen/vermitteln bei Bedarf ärztliche Behandlungen. Sie helfen bei "banalen" gesundheitlichen Störungen von Kindern und Erwachsenen, bei einfachen Hautproblemen, in Fragen der Ernährung, raten zu Impfungen und stehen für "typisch weibliche" Themen zur Verfügung.

Während der aufsuchenden Betreuung werden gesundheitliche und/oder psycho-soziale Problemlagen abgeklärt sowie entsprechende Beratung und Hilfen angeboten. Die Beratung kann sowohl unterdrückendes Verhalten von Männern, Gewalt gegenüber Frauen und Kindern oder in der Ehe als auch Fragen zur Schwangerschaftsverhütung umfassen. Darüber hinaus motivieren die Fachkräfte Frühe Hilfen Frauen und Mütter zu mehr Teilhabe und Selbstständigkeit, etwa dazu, die deutsche Sprache konsequent zu erlernen.

Zentrale Frühe Hilfen Verden

Beratungsstelle im Containerdorf am Kreishaus
Valentina Gross (Familienhebamme, Leitung Anlaufstelle)
Lindhooper Str. 67
27283 Verden

Sprechstunden:
montags 11.30 bis 13.00 Uhr
mittwochs 14.00 bis 15.30 Uhr
donnerstags 8.00 bis 09.30 Uhr

Aufsuchendes Angebot:
Elke Seemann (Familien,- Gesundheits- und Kinderkrankenschwester)

Fachliche Begleitung:
Koordinierungsstelle Frühe Hilfen
Barbara Dedekind
T (04231) 156 71

Zentrale Frühe Hilfen Bad Gandersheim

Gesundheitszentrum "Zentrale Frühe Hilfen"
Marion Mang (Familien-, Gesundheits-, Kinderkrankenpflegerin)
Stiftsfreiheit 14
37581 Bad Gandersheim

Sprechzeiten:
montags 10.00 bis 12.00 Uhr
dienstags 15.00 bis 17.00 Uhr

Aufsuchendes Angebot:
Marion Mang (Familien-, Gesundheits-, Kinderkrankenpflegerin)
Miora Collier (Hebamme)

Fachliche Begleitung:
Koordinierungsstelle Frühe Hilfen (Fachbereich Kinder, Jugend und Familien)
Michaela Unger
T (05551) 70 82 24

Zentrale Frühe Hilfen Wilhelmshaven

Zentrale Frühe Hilfen auf dem Gelände des Klinikums
Michelle Placzek (Leitung)
Renate Müller (Familienhebamme)
Friedrich-Paffrath-Straße 114
26389 Wilhelmshaven
T (04421) 98 84 255

Öffnungszeiten:
montags/mittwochs 15.00 bis 17.00 Uhr
dienstags/donnerstags 9.00 bis 11.00 Uhr

Flyer (Deutsch, Englisch, Arabisch, Persisch)

Fachliche Begleitung:
Stadt Wilhelmshaven - Jugendhilfeplanung
Thomas Neumann
T (04421) 16 17 89

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Mitte Dezember 2016 fand ein erstes gemeinsames Arbeitstreffen aller drei Standorte statt.

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Link zur Website des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung
Familien in Niedersachsen