Neue Handreichung zur grenz­über­schreitenden Einzelfallarbeit

23. Juli 2018

Deutscher-Verein_LogoJugendämter und Gerichte sind zunehmend mit grenzüberschreitenden Fragestellungen, wie Kinderschutz, Kindesentführungen, Unterbringungen im Ausland und migrationsspezifischen Fragestellungen konfrontiert. Um Fachkräfte der Jugendhilfe vor Ort zu unterstützen, hat der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. eine Handreichung vorgelegt.

Jedes Land hat eigene Familienrechts- und Jugendhilfesysteme. Hinzu kommen kulturelle Unterschiede und Sprachbarrieren, was leicht zu Missverständnissen bei den Betroffenen führen und den Hilfeprozess erschweren kann. Zusätzlich müssen internationale Übereinkommen zwischen den Staaten und auf europäischer Ebene beachtet werden. Die aktuell erschienene Handreichung zeigt anhand von Beispielen aus der täglichen Arbeit des Internationalen Sozialdienstes (ISD) im Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. Handlungswege bei typischen Konstellationen auf, gibt Informationen zum rechtlichen Rahmen, formuliert Verfahrensabläufe und benennt Ansprechpartner/innen. Dabei wird im Besonderen auf die Themen Kinderschutz, Kindesentführung, Auslandsunterbringung, sowie Umgangs- und Sorgerechtskonflikte eingegangen. Zur Veranschaulichung der Unterschiede internationaler Arbeitsweisen in den Bereichen Kinderschutz, elterliche Verantwortung und Umgang werden beispielhaft die Jugendhilfesysteme von Polen, Spanien und dem Libanon skizziert.

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Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V (Hrsg.):
Handreichung zur grenzüberschreitenden Einzelfallarbeit in der Kinder- und Jugendhilfe
Berlin, 2018
71 Seiten

Die Handreichung steht als Download auf www.deutscher-verein.de zur Verfügung.

Quelle: Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. vom 14.06.2018

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Weitere Arbeitshilfen für die Praxis finden Sie in unserer Rubrik Rechtliches und Materialien

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Familien in Niedersachsen