Bremen und Bremerhaven: Aufsuchende Hilfe für Kinder und Jugendliche, die unter häuslicher Gewalt leiden

11. März 2019

Kinder und Jugendliche in Bremen und Bremerhaven, die unter häuslicher Gewalt leiden, sollen besser unterstützt werden. Ein erstes Grobkonzept einer aufsuchenden Beratungsstelle hat die Deputation für Soziales, Jugend und Integration am 21. Februar 2019 beschlossen. Dieses schlägt vor, fünf Stellen zu schaffen, davon eine in Bremerhaven. Für die Umsetzung wären jährlich 600.000 Euro erforderlich.

Erfahrungen mit der aufsuchenden Fachberatung für Kinder und Jugendliche gibt es unter anderem bereits in Göttingen und Rostock. Dort treten sie gemeinsam mit der Beratung für Erwachsene auf; in Bremen sind das die Interventions- und Beratungsstelle "Neue Wege e.V.", in Bremerhaven die Frauenberatungsstelle der Diakonie Bremerhaven. Die aufsuchende Fachberatung für Kinder und Jugendliche stellt die Bedürfnisse und Bedarfe der jungen Menschen in den Mittelpunkt und sensibilisiert auch die Erwachsenen dafür.

Das entstehende Unterstützungsangebot ist Bestandteil der Istanbul-Konvention zum Schutz von Frauen und Kindern vor häuslicher Gewalt, die die Senatorin als Vorsitzende der Konferenz der Gleichstellungsministerinnen und Minister bundesweit in Form eines Leitantrages auf die Tagesordnung gesetzt hatte. Die Bremische Bürgerschaft hatte zudem im August 2018 beschlossen, die Versorgung von Kindern und Jugendlichen zu verbessern, die von häuslicher Gewalt betroffen sind. Die Kinder und Jugendlichen sollen im Anschluss in den Räumen der Fachberatung weiterbetreut werden.

Bereits seit 2016 tagt in Bremen ein ressortübergreifender Runder Tisch, der sich mit den Bedarfen von Kindern und Jugendlichen beschäftigt, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, und der das Hilfesystem weiterentwickelt. Die Federführung hat die Zentralstelle für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau (ZGF).

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Link zur Website des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung
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