Thema

Kinderschutz mit psychisch kranken Eltern

Nach wie vor interessant ist diese erstmals 2014 und mittlerweile in zweiter Auflage veröffentlichte länderübergreifende Studie zur Kinderschutzarbeit mit psychisch erkrankten Eltern: Anhand von drei Fallbeispielen aus der Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland und Österreich zeigt die Autorin auf, wie gelingende Kinderschutzarbeit mit dieser Adressatengruppe aussehen kann und welche Entwicklungen und Förderungen notwendig sind.

Kapitel 2 beispielsweise beschäftigt sich mit der Situation von Kindern psychisch erkrankter Eltern. Es zeigt Belastungen, Problemlagen und mögliche Unterstützungen von Kindern psychisch erkrankter Eltern und ihren Familien aus unterschiedlichen Perspektiven auf. Dafür wurden vor allem Ergebnisse aus der klinischen Forschung, der Resilienz- und Bindungsforschung sowie der Gesundheitsforschung zusammengetragen und im Hinblick auf ihre Relevanz für die Kinder und Jugendhilfe aufbereitet.

Im abschließenden Kapitel werden die Ergebnisse der vorliegenden Forschung anhand ausgewählter Themen fallübergreifend verdichtet sowie im Kontext des Kinderschutzes als gesamtgesellschaftliche Aufgabe diskutiert. Die Ergebnisse der vorliegenden Studie zeigen, dass die Problemkonstellationen in Kinderschutzfällen mit psychisch erkrankten Eltern bereits in der Kindheit der Eltern bzw. in der Großelterngeneration beginnen. Sie führen u.a. zu Entwicklungsverzögerungen bei den Kindern. Außerdem arbeitet die Autorin Perspektiven für die fachliche Weiterentwicklung der Kinderschutzarbeit mit psychisch erkrankten Eltern heraus.

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Ulrike Loch:
Kinderschutz mit psychisch kranken Eltern
Ethnografie im Jugendamt

Beltz Juventa, 2. Auflage 2016
448 Seiten
39,95 Euro

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Link zur Website des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung
Familien in Niedersachsen