Stiftung Eine Chance für Kinder | Frühe Hilfen

Etwa sieben bis zehn Prozent aller Schwangeren und jungen Mütter leben in schwierigen sozialen oder psychosozialen Lebenssituationen. Sie sind mit einer Schwangerschaft, der Entbindung und der anschließenden Betreuung ihres Kindes so überfordert, dass Kindesvernachlässigung oder sogar Kindesmisshandlung drohen. In der Regel haben Hebammen zu dieser Zielgruppe einen optimalen Zugang, auch dann, wenn diese Frauen keine Hilfen durch ein Jugendamt oder eine Beratungsstelle annehmen wollen. Auf dieser Grundlage wurde der Einsatz qualifizierter freiberuflicher Familienhebammen von der Stiftung EINE CHANCE FÜR KINDER konzipiert.

Familienhebammen unterstützen und begleiten schwangere Frauen und junge Mütter bis zu einem Jahr. So kann die Lebenssituation von Mutter und Kind in diesem Zeitraum stabilisiert werden. Nach der Geburt des Kindes kümmern sie sich um die psychosoziale Entwicklung der Mutter und um die gesunde Entwicklung des Säuglings. Sie achten auf eine stabile Eltern-Kind-Beziehung und stärken die elterliche Kompetenz. Die Mütter lernen dadurch, ihre Kinder zu versorgen, sie gesund zu ernähren und sie nicht zu vernachlässigen. Diese Hilfe findet ausschließlich aufsuchend statt. Die Klientinnen werden nicht nur vom Jugendamt, sondern auch von Kinderärztinnen und Kinderärzten oder von anderen Institutionen wie Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen oder Suchtberatungsstellen zugewiesen.

Logo der Stiftung Eine Chance für KinderBei drohender Gefahr für das Kindeswohl wird unverzüglich das Jugendamt eingeschaltet, in anderen Fällen gibt es regelmäßige Besprechungen mit der jeweils zuständigen kommunalen Jugendbehörde. Der besondere Vorteil des Projekts liegt in der engen Vernetzung der Hebammenarbeit mit dem Jugendamt und anderen Institutionen, die für das körperliche und psychische Wohl von Müttern und Kindern verantwortlich sind.

Zusätzlich konzipierte die Stiftung EINE CHANCE FÜR KINDER eine qualifizierte Fortbildung für die Familienhebammen mit einem Curriculum von 170 Stunden.

Rund 220 Familienhebammen in Niedersachsen
Mit einer Prüfung und einer Abschlussfeier endete Anfang Februar 2010 der fünfte Fortbildungskurs zur Familienhebamme. Die 28 Absolventinnen wurden speziell zum Thema "Familien mit Migrationshintergrund" ausgebildet. Insgesamt stehen den niedersächsischen Kommunen nun rund 220 Familienhebammen zur Verfügung. > mehr

Familienhebammen erproben Elternordner "Gesund groß werden"

Familienhebamme mit ElternordnerFür den Einsatz durch Familienhebammen hat das niedersächsische Sozialministerium 1000 Elternordner "Gesund groß werden" finanziert. Herausgegeben wird der Ordner, der Informationen zu den Früherkennungs- untersuchungen sowie sieben Themenhefte zur gesunden Entwicklung enthält, von der Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung. > mehr

Weitere Informationen

Kontakt, Ansprechpartner & Ansprechpartnerinnen
Stiftung EINE CHANCE FÜR KINDER
Prof. Dr. med. Adolf Windorfer
Celia Windorfer
Brigitte Bolte
Rühmkorffstraße 1
30163 Hannover
T (0511) 27 91 43 11
F (0511) 27 91 43 22
E-Mail info@eine-chance-fuer-kinder.de
www.eine-chance-fuer-kinder.de

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