Prävention sexueller Gewalt

Grenzgebiete

Logo-GrenzgebieteZur Prävention von sexueller Gewalt und Übergriffen unter Jugendlichen hat die Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen (LJS) das Projekt "Grenzgebiete" entwickelt. Drei Jahre lang (2011-2013) hat sich die LJS dabei direkt an Jugendliche gewendet und in Schulen und Jugendeinrichtungen theaterpädagogisch zu diesem Thema gearbeitet. Seit Ende 2014 werden Seminarreihen für pädagogische Fachkräfte angeboten, die einen Arbeitsschwerpunkt in der Prävention und Intervention von Grenzverletzungen und Gewalt haben oder setzen wollen.

Qualifizierung für Gewaltprävention

Grenzverletzungen durch andere Jugendliche sind für viele Mädchen und Jungen nicht die Ausnahme, sondern alltäglich. Hier sind Erwachsene gefragt, die Orientierung geben, Position beziehen und Grenzen markieren. Für pädagogische Fachkräfte, die einen Arbeitsschwerpunkt in der Prävention und Intervention von Grenzverletzungen und Gewalt haben oder setzen wollen, hat die LJS eine vierteilige Seminarreihe konzipiert. Im Mittelpunkt stehen Informationen und Methoden für die Präventionsarbeit sowie Hintergrundinformationen über aktuelle Phänomene wie Sexting und Cyber-Mobbing. Außerdem gibt es Handlungsorientierungen für das Vorgehen bei Übergriffen, zu rechtlichen Fragestellungen und Hilfen für betroffene Jugendliche.

Zum Projekt 2011-2013

Sexuelle Attacken und Übergriffe unter oder Gewalt in der Beziehung von Jugendlichen sind keineswegs selten. Untersuchungen zufolge machen fast zwei Drittel der Mädchen, aber auch ein erheblicher Teil der Jungen im Teenageralter unfreiwillige sexuelle Erfahrungen. Hier setzt das Präventionsprojekt "Grenzgebiete" der Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen an. Es verbindet Theaterpädagogik und Fortbildungsarbeit und wendet sich an Jugendliche, pädagogische Fachkräfte und Erwachsene, die für junge Menschen Verantwortung tragen. Von 2011 bis 2013 wurde an über 100 Orten in Niedersachen ein Theaterprogramm für die pädagogische Arbeit mit Jugendlichen angeboten. Begleitend dazu gab es eintägige Workshops für Fach- und Lehrkräfte sowie Info-Veranstaltungen zum Thema.

Das Theaterprogramm, die Fortbildungen und Infoveranstaltungen wurden vom Niedersächsischen Sozialministerium finanziert.

Theaterprogramm: Ein Tritt ins Glück

Grenzgebiete_EinTritt-ins-Glück_SzeneDie Produktion der Theaterpädagogischen Werkstatt (gGmbH) Osnabrück soll Schüler der 7. bis 9. Klassen ansprechen. Das Theaterstück mit dem anschließenden Workshop zur Nachbereitung will Mädchen und Jungen darin stärken, die eigenen Grenzen zu erkennen und die Grenzen anderer zu respektieren. Wie erkennt man bei sexueller Anmache und sexueller Gewalt rechtzeitig, dass die Situation kippt? Wie stellt man mit Nachdruck klar, dass ein "nein" kein "jein" ist? Was kann man tun, um anderen zu helfen, wenn aus Spaß plötzlich Gewalt und aus einer Rangelei ein verletzender Übergriff wird?

Das Theaterstück ist auch nach Beendigung der Projektlaufzeit noch zu buchen über die TpW. Mehr Informationen

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Kontakt

Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen
Leisewitzstraße 26
30175 Hannover
Andrea Buskotte
andrea.buskotte@jugendschutz-niedersachsen.de
Tanja Opitz
tanja.opitz@jugendschutz-niedersachsen.de
T (0511) 85 87 88
www.jugendschutz-niedersachsen.de/grenzgebiete

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Link zur Website des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung
Familien in Niedersachsen