Grenzverletzungen – sexuelle Übergriffe unter Jugendlichen | Thema

Sexuelle Übergriffe in der Grauzone zwischen harmlosem Spaß und gezielter Attacke haben viele Mädchen und Jungen bereits erlebt. Der Umgang mit Grenzen und Grenzverletzungen stellt Jugendliche und Erziehende vor große Herausforderungen. Eine Publikation der Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen beleuchtet das Thema aus verschiedenen Perspektiven.

In 10 Beiträgen zeigen wissenschaftliche und pädagogische Autorinnen und Autoren die Hintergründe für sexuelle Übergriffe unter Jugendlichen und stellen Möglichkeiten der Prävention vor. Die Broschüre vermittelt dazu Erkenntnisse aus sozialwissenschaftlichen, psychologischen und pädagogischen Zusammenhängen. Neben Hintergründen und Erklärungsansätzen geht es dabei auch um Anregungen dafür, wie pädagogische Fachkräfte die Themen "Sexualität" und "sexuelle Übergriffe" in den pädagogischen Alltag integrieren können. Dabei fließen Erfahrungen und Ergebnisse aus dem LJS-Präventionsprojekt "Grenzgebiete" ein.

Umfangreiche Literaturhinweise zu den einzelnen Themen und ein Serviceteil mit Informations- und Beratungsangeboten runden die Broschüre ab.

Andrea Buskotte, Referentin für Gewaltprävention in der Landesstelle Jugendschutz, hat die Broschüre für Fachpersonal aus Schule und Erziehung sowie interessierte Eltern konzipiert: "Präventionsarbeit mit Jugendlichen ist oft eine Gratwanderung zwischen Akzeptanz von alterstypischem Risikoverhalten und notwendigem Schutz", betont Buskotte. Die Broschüre soll Fachkräften hier Orientierung bieten.

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