4. September 2014

Projekt Kinderschutz der MHH zieht Bilanz der Modellphase

Kinderschutzambulanz-MHH_LogoDie Kinderschutzambulanz am Institut für Rechtsmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover hat sich zu einem kompetenten Adressaten zum Schutz der Kinder, Wahrung der Elternrechte und für die Beweissicherung entwickelt. Zu diesem Schluss kommt die Bilanz der dreijährigen Modellphase, die im Juli in der Fachzeitschrift "Rechtsmedizin" 2014 veröffentlicht wurde.

Die rechtsmedizinischen Expertinnen und Experten der MHH Kinderschutzambulanz unterstützen niedergelassene und klinische Ärztinnen und Ärzte bei der Diagnose von Kindesmisshandlung und -missbrauch - über eine Hotline, durch wohnortnahe Untersuchungen, Fortbildungen oder das bundesweit einmalige Tele-Konsil "Forensikon".

Für die Bilanz wurden sämtliche Fälle von Oktober 2010 bis März 2013 analysiert, in denen das Institut für Rechtsmedizin der MHH im Rahmen des "Projekt Kinderschutz" kontaktiert wurde. In insgesamt 291 Verdachtsfällen ging es vor allem um Fragestellungen zu Interpretation von Befunden und Fallmanagement sowie um rechtliche Unsicherheiten. Dabei untersuchte das Team der Kinderschutzambulanz 122 Kinder körperlich, in 120 Fällen wurde telefonisch beraten und in 49 Fällen die Möglichkeit des Tele-/Aktenkonsils über das "Forensikon" genutzt.

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Einen detaillierten Artikel zur Bilanz hat das Team um Projektleiterin PD Prof. Dr. med. Anette S. Debertin in der Fachzeitschrift "Rechtsmedizin" veröffentlicht.

M. Todt, A. Maciuga und A.S. Debertin:
Projekt Kinderschutz in Niedersachsen. Bilanz der Modellphase
in: Rechtsmedizin 2014, Springer-Verlag
DOI: 10.1007/s00194-014-0968-z

Die Zusammenfassung des Artikels ist auf der Website des Springer-Verlags zu finden. Registrierten Nutzerinnen und Nutzern mit Login steht der vollständige Artikel zur Verfügung.

Mehr zum Projekt Kinderschutz der MHH

Link zur Website des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung
Familien in Niedersachsen