Projekt Kinderschutz der MHH zieht Bilanz der Modellphase

Kinderschutzambulanz-MHH_LogoDie Kinderschutzambulanz am Institut für Rechtsmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover hat sich zu einem kompetenten Adressaten zum Schutz der Kinder, Wahrung der Elternrechte und für die Beweissicherung entwickelt. Zu diesem Schluss kommt die Bilanz der dreijährigen Modellphase, die im Juli in der Fachzeitschrift "Rechtsmedizin" 2014 veröffentlicht wurde.

Die rechtsmedizinischen Expertinnen und Experten der MHH Kinderschutzambulanz unterstützen niedergelassene und klinische Ärztinnen und Ärzte bei der Diagnose von Kindesmisshandlung und -missbrauch - über eine Hotline, durch wohnortnahe Untersuchungen, Fortbildungen oder das bundesweit einmalige Tele-Konsil "Forensikon".

Für die Bilanz wurden sämtliche Fälle von Oktober 2010 bis März 2013 analysiert, in denen das Institut für Rechtsmedizin der MHH im Rahmen des "Projekt Kinderschutz" kontaktiert wurde. In insgesamt 291 Verdachtsfällen ging es vor allem um Fragestellungen zu Interpretation von Befunden und Fallmanagement sowie um rechtliche Unsicherheiten. Dabei untersuchte das Team der Kinderschutzambulanz 122 Kinder körperlich, in 120 Fällen wurde telefonisch beraten und in 49 Fällen die Möglichkeit des Tele-/Aktenkonsils über das "Forensikon" genutzt.

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