Erweitertes Führungszeugnis für kindernahe Berufe geplant

(27.11.08) Bundesjustizministerin Brigitte Zypries hat einen Gesetzentwurf auf den Weg gebracht, mit dem ein erweitertes Führungszeugnis für kindernahe Berufe eingeführt wird. Im Interesse eines effektiven Kinder- und Jugendschutzes sollen darin künftig sexualstrafrechtliche Verurteilungen auch im niedrigen Strafbereich aufgenommen werden.

Damit soll verhindert werden, dass Bewerbern und Bewerberinnen mit einschlägigen Vorverurteilungen beruflich ein intensiver Umgang mit Kindern und Jugendlichen ermöglicht wird. Die Neuregelung wird für alle Berufszweige, in denen die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Mittelpunkt steht, relevant. So können Erzieherinnen und Erzieher, aber auch Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Jugendamt, Schulbusfahrer und -fahrerinnen, Sporttrainer und -trainerinnen oder Tagespflegeeltern betroffen sein.

Das Vorhaben verwirklicht einen vom Bundesjustizministerium vorbereiteten Beschluss des zweiten Kindergipfels der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefs der Länder vom 12. Juni 2008.

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