Vernetzung

EFi - Elternarbeit, Frühe Hilfen und Migrationsfamilien

Logo-EFiMit dem bundesweit einmaligen Projekt "EFi - Elternarbeit, Frühe Hilfen und Migrationsfamilien" hat das Land Niedersachsen von 2011 bis 2014 Kommunen dabei unterstützt, die Netzwerkarbeit für Familien mit Migrationshintergrund zu stärken. Rund 30 Kommunen in Niedersachsen haben EFi-Projekte ins Leben gerufen. Diese sollen die Bildungs- und Präventionsangebote besser vernetzen und besonders für Familien mit Zuwanderungsbiografie leichter zugänglich machen. Dafür wurden zunächst die besonderen Anforderungen vor dem Hintergrund spezifischer Wert- und Erziehungsvorstellungen identifiziert und berücksichtigt.

Brücken bauen
Eine besondere Rolle kommt dabei Vertrauenspersonen mit Migrationshintergrund zu, wie Integrations- und Erziehungslotsinnen und -lotsen, und anderen interessierte Ehrenamtlichen: Als "Brückenbauer / Brückenbauerinnen" sprechen sie die Eltern persönlich an. Gemeinsam mit den Trägern der Elternarbeit und Früher Hilfen, mit Institutionen der Kooperativen Migrationsarbeit Niedersachsen (KMN), den kommunalen Leitstellen Integration sowie Migrantenselbstorganisationen sind sie in das Netzwerk eingebunden, um gemeinsame Konzepte zu entwickeln. Die Familienservicebüros vor Ort übernehmen dabei eine wichtige Funktion: Sie bieten Integrations- und Erziehungslotsinnen bzw. -lotsen sowie anderen Ehrenamtlichen eine Arbeitsstruktur, können Angebote bündeln und die Kooperation von Institutionen initiieren und absichern. Die Jugendämter übernehmen dabei eine steuernde Rolle.

Überführung in kommunale Regelstrukturen
Wissenschaftlich begleitet wurde EFi durch das Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz e.V. (ism). Gegen Ende 2014 ist das Landesprogramm EFi ausgelaufen. Die bereits erfolgreich eingeführten EFi-Projekte sowie neue Projekte zu dieser Thematik können seitdem über die Richtlinie Familienförderung gefördert werden.

Praxishandbuch
EFi-Praxishandbuch_CoverDie Erfahrungen aus dem Modellprojekt sind in einem Praxishandbuch des ism gebündelt: Hier finden Interessierte aus den Kommunen, Akteurinnen und Akteure viele Tipps und Hinweise für eine erfolgreiche Arbeit mit Migrationsfamilien im Kontext von Elternarbeit, Familienbildung und Frühen Hilfen. Ergänzt wird das Handbuch durch die Vorstellung geeigneter Programme der Elternbildung/Elternarbeit und eine Literaturliste mit Hinweisen zum Weiterlesen und Vertiefen.

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Weitere Informationen

Kontakt

Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung
Beate Helmke
T (0511) 120 30 12
beate.helmke@ms.niedersachsen.de

Andreas Böer
T (0511) 120 29 43
andreas.boeer@ms.niedersachsen.de

www.efi-nds.de
www.familien-in-niedersachsen.de

Link zur Website des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung
Familien in Niedersachsen