EFi - Elternarbeit, Frühe Hilfen und Migrationsfamilien | Vernetzung

Logo-EFiMit dem bundesweit einmaligen Projekt "EFi - Elternarbeit, Frühe Hilfen und Migrationsfamilien" will Niedersachsen Familien mit Migrationshintergrund unterstützen. Eine Million Euro stellt das Land den teilnehmenden 24 Jugendämtern zur Verfügung, damit Bildungs- und Präventionsangebote diese Familien besser erreichen. Ziel ist vor allem eine nachhaltige Vernetzung der Bereiche Elternarbeit, Elternbildung und Frühe Hilfen mit dem Bereich Integration/Migration. Angebote der Elternarbeit und Früher Hilfen sollen Migrationsfamilien durch niedrigschwellige, spezifische Zugänge besser erreichen. Dafür sollen die besonderen Anforderungen vor dem Hintergrund spezifischer Wert- und Erziehungsvorstellungen identifiziert und berücksichtigt werden.

Als "Brückenbauer und -bauerinnen" sind Vertrauenspersonen mit eigenem Migrations- hintergrund gefragt: Integrations- und Erziehungslotsinnen und -lotsen, Elternmedien- trainerinnen und -trainer sowie interessierte Ehrenamtliche. Sie sollen mit den Trägern der Elternarbeit und Früher Hilfen, mit Institutionen der Kooperativen Migrationsarbeit Niedersachsen (KMN), den kommunalen Leitstellen Integration sowie Migrantenselbst- organisationen in die Zusammenarbeit eingebunden werden, um gemeinsame Konzepte zu entwickeln. Die Familienservicebüros vor Ort übernehmen dabei eine wichtige Funktion: Sie bieten Integrations- und Erziehungslotsinnen bzw. -lotsen sowie anderen Ehrenamtlichen eine Arbeitsstruktur, können Angebote bündeln und die Kooperation von Institutionen initiieren und absichern. Die Jugendämter übernehmen dabei eine steuernde Rolle.

Projektträger:
Landkreis Cuxhaven, Stadt Delmenhorst, Landkreis Diepholz, Stadt Lingen, Landkreis Grafschaft Bentheim, Region Hannover, Stadt Laatzen, Landkreis Hildesheim, Stadt Hildesheim, Landkreis Holzminden, Landkreis Leer, Landkreis Oldenburg, Stadt Oldenburg, Landkreis Osnabrück, Stadt Osnabrück, Landkreis Osterode, Landkreis Peine, Landkreis Rotenburg, Stadt Salzgitter, Landkreis Soltau-Fallingbostel, Stadt Stade, Landkreis Uelzen, Landkreis Vechta, Stadt Wolfsburg

Hintergrund:
Nach aktuellen Ergebnissen des Mikrozensus hat jeder vierte Minderjährige in Niedersachsen einen Migrationshintergrund. Bei den Kindern unter sechs Jahren erhöht sich dieser Anteil auf 30 Prozent.

Angebote der Elternbildung und der Kinder- und Jugendhilfe werden von Migrations- familien aber nur selten in Anspruch genommen. Beispielsweise sind bei den Hilfen zur Erziehung Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund im Durchschnitt der niedersächsischen Jugendämter mit lediglich 12 Prozent vertreten. Nach Experten- schätzungen ist davon auszugehen, dass Angebote der Elternarbeit und der Frühen Hilfen von Migrationsfamilien noch seltener in Anspruch genommen werden.

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