6. Februar 2013

Internationaler Tag gegen Genitalverstümmelung: 50.000 Mädchen in Deutschland bedroht

bdk+SOS-FGM_LogoJedes Jahr werden rund drei Millionen Mädchen Opfer von Genitalverstümmelung. In Deutschland sind rund 50.000 Mädchen davon bedroht - meist während "Ferienreisen" in das Heimatland der Eltern. Zum "Internationalen Tag gegen Genitalverstümmelung" am
6. Februar machen die TaskForce für effektive Prävention von Genitalverstümmelung und der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) aufmerksam auf die eine Strafverfolgung verhindernde Rolle der Ärzteschaft. Sie fordern deshalb, eine gesetzlich vorgeschriebene Meldeverpflichtung der diagnostizierten Genitalverstümmelung, wie sie in weiten Teilen Europas besteht, als Ausnahme der allgemeinen Schweigeverpflichtung zu definieren.

Leitfäden für Jugendämter, Kitas und Schulen
Die TaskForce für effektive Prävention von Genitalverstümmelung (FGM) setzt sich mit ihrem Notruf SOS FGM in Deutschland für den Schutz von Mädchen ein, denen die Genitalverstümmelung droht. Als Schnittstelle zu den Behörden bündelt das Kinder- schutzprojekt Notruf, Beratung und Opferhilfe. Die Initiative berät außerdem Fachkräfte aus Polizei, Medizin, Gerichten, Schulen oder Jugendämtern. Dafür wurden konkrete Handlungsempfehlungen in bedarfsgerechten Leitfäden erarbeitet, an denen sich die einzelnen Berufsgruppen orientieren können. Informationen zum Download in unserer Rubrik Materialien/Arbeitshilfen.

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Weitere Informationen in der Pressemitteilung auf der Website des BDK.

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Notruf Genitalverstümmelung
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