26. März 2010

Kabinett beschließt Einrichtung des Runden Tisches gegen Kindesmissbrauch

(26.03.10) Das Bundeskabinett hat am 24. März die Einrichtung des Runden Tisches "Sexueller Kindesmissbrauch in Abhängigkeits- und Machtverhältnissen in privaten und öffentlichen Einrichtungen und im familiären Bereich" beschlossen. Als unabhängige Beauftragte zur Aufarbeitung der Problematik des sexuellen Kindesmissbrauchs hat die Bundesregierung die frühere Bundesfamilienministerin Christine Bergmann eingesetzt. Der Runde Tisch wird erstmalig am 23. April tagen.

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder, Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und Bundesbildungsministerin Annette Schavan übernehmen gemeinsam den Vorsitz des Runden Tisches. Nach der ersten Tagung sollen zwei Unterarbeitsgruppen gebildet werden:

Mit den Themen Prävention, Intervention und Information beschäftigt sich eine Gruppe unter Vorsitz von Familienministerin Kristina Schröder.

Mit der Durchsetzung des Strafanspruchs, rechtspolitischen Fragen und der Anerkennung des Leidens der Opfer sexuellen Missbrauchs befasst sich die zweite Gruppe unter Vorsitz von Justizministerin Annette Schavan.

Als unabhängige Beauftragte wurde die ehemalige Bundesfamilienministerin Christine Bergmann berufen. Sie soll mit ihrer Geschäftsstelle eine zentrale Anlaufstelle für Betroffene sein. In ihrem Verantwortungsbereich liegt die Erarbeitung immaterieller und materieller Hilfen für die Opfer durch die Verantwortungsträger. Außerdem soll sie die Bundesregierung beraten und entsprechende Empfehlungen im Umgang mit dem Versagen der Träger privater und öffentlicher Einrichtungen gegenüber dem Runden Tisch aussprechen.

Der Runde Tisch soll noch in diesem Jahr Ergebnisse erarbeiten, mindestens in Form eines Zwischenberichts.

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Weitere Informationen unter www.bmfsfj.de.

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Link zur Website des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung
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