Meldungen zum Kinderschutz 2016

Hier finden Sie alle bereits veröffentlichten Meldungen zum Kinderschutz aus Niedersachsen, nach Einstelldatum sortiert.

Bundesregierung bringt Änderungen für besseren Kinderschutz auf den Weg

(21.01.09) Das Bundeskabinett hat heute den Entwurf eines Gesetzes zur Verbesserung des Kinderschutzes (BKiSchG) sowie den Gesetzentwurf für ein erweitertes Führungszeugnis für kindernahe Berufe verabschiedet. Beide Gesetzentwürfe basieren auf der Grundlage der Kinderschutzgipfel.

Mit dem Bundeskinderschutzgesetz soll zum einen die Schweigepflicht zwischen den mit Kinder und Jugendlichen befassten Berufsgruppen bei einer vermuteten Kindeswohlgefährdung gelockert werden. Dies betrifft vor allem Ärztinnen und Ärzte, aber auch Fachkräfte in Kindertagesstätten oder Lehrerinnen und Lehrer. Die Länder-Aktivitäten zum Aufbau von ressortübergreifenden Kinderschutz-
netzwerken erhalten damit einen bundesgesetzlichen Rahmen.

Zum anderen werden bundesrechtliche Vorschriften zum Kinderschutz im SGB VIII weiterentwickelt: So werden die Jugendämter durch einen Novellierung des § 8a SGB VIII mit Hausbesuchen mehr in die Pflicht genommen. Eine Regelung zum Austausch von Informationen über gefährdete Kinder beim Wohnortwechsel der Familie soll zukünftig das so genannte "Jugendamts-Hopping" verhindern (§ 86 c).

Den Gesetzentwurf sowie die Stellungnahmen der Fachverbände finden Sie hier.

Außerdem hat das Bundeskabinett einen Gesetzentwurf beschlossen, mit dem ein erweitertes Führungszeugnis für kindernahe Berufe eingeführt wird. Im Interesse eines effektiven Kinder- und Jugendschutzes sollen darin künftig sexualstraf-
rechtliche Verurteilungen auch im niedrigen Strafbereich aufgenommen werden.

Damit soll verhindert werden, dass Bewerbern und Bewerberinnen mit einschlägigen Vorverurteilungen beruflich ein intensiver Umgang mit Kindern und Jugendlichen ermöglicht wird. Die Neuregelung wird für alle Berufszweige, in denen die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Mittelpunkt steht, relevant. So können Erzieherinnen und Erzieher, aber auch Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Jugendamt, Schulbusfahrer und -fahrerinnen, Sporttrainer und -trainerinnen oder Tagespflegeeltern betroffen sein.

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