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Musikschule Hannover sensibilisiert Lehrkräfte für Kinderschutz

Die Musikschule der Landeshaupt­stadt Hannover hat in diesem Schul­jahr im Rahmen ihrer internen Fort­bildungs­tage erstmals ein Seminar für die Lehr­kräfte zum Thema Kinderschutz angeboten. 20 der rund 160 Lehrkräfte konnten daran teilnehmen. Durchgeführt wurde das Inhouse-Seminar von der Landes­stelle Jugend­schutz im Rahmen des Präventions­projekts "Gemeinsam gegen sexuellen Missbrauch".

Vermittelt wurde Grundlagenwissen zum Thema sexueller Missbrauch, Übergriffe und Grenzver­letzun­gen. Dazu kamen viele praktische Übungen und Gruppen­arbeiten. Ganz konkrete Fragestellungen wurden bearbeitet, auch in Bezug auf die Besonderheiten des Musikschul­unterrichts – zum Beispiel: Grenzen einhalten bei für den Musikunterricht notwendigen körperlichen Berührungen, Absprachen für die Begleitung von Toilettengängen von kleinen Kindern, Wie kann man mit Kindern über sexuellen Missbrauch sprechen, ohne sie zu überfordern? Wie sollten Lehrkräfte vorgehen, wenn sie sexuellen Missbrauch vermuten? Was ist zu tun, wenn ein Übergriff bekannt geworden ist? Welche Unterstützung brauchen Kinder, die Missbrauch erlebt haben? Wo gibt es spezialisierte Beratung und regionale Hilfeangebote?

Dass das Thema wichtig ist und angenommen wird zeigen die Rück­mel­dungen der Teilnehmenden, die sich vertiefend damit beschäftigen wollen und eine Fortbildung für das gesamte Kollegium wünschen. Auch die Entwicklung eines Schutz­konzepts für die Musikschule und den Einsatz einer Ansprechperson innerhalb der Musikschule für Fragen im Bereich Kinderschutz wurde angespro­chen.

 

Mehr zum Thema

Gemeinsam gegen sexuellen Missbrauch
Das Angebot wendet sich landesweit an Schulen und Einrichtungen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten und soll zu einer vertieften Beschäftigung mit dem Thema beitragen. Das Projekt wird vom Niedersächsischen Sozialministerium gefördert. Das Angebot ist für Schulen und Einrichtungen kostenfrei.