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Peers als Brücke ins Hilfesystem: Stärkung von Jugendlichen als Bystander

Im Jugendalter ist das Austesten von Sexualität und intimen Beziehungen ein zentrales Thema. Dabei macht mehr als die Hälfte der Jugendlichen Erfahrungen mit sexualisierter Gewalt. Aber Jugendliche sind nicht nur Betroffene – viele beobachten auch Grenzverletzungen oder Übergriffe und werden so zu Bystandern. Ob sie in diesen Situationen eingreifen oder nicht, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Gleichzeitig vertrauen sich betroffene Jugendliche häufig nicht einer erwachsenen Vertrauensperson an, sondern eher Gleichaltrigen, sogenannten Peers. Diese finden sich oft unfreiwillig in einem Spannungsfeld zwischen Geheimhaltungs- und Handlungsdruck und fühlen sich überfordert.

Die Fortbildung zeigt auf, wie wir Jugendliche darin unterstützen können, handlungsfähig zu bleiben, wenn sie sexuelle Übergriffe beobachten und/oder zur Vertrauensperson werden.

Ziele:

  • Wissen über den Prozess des Anvertrauens
  • Sensibilisierung für Bystander-Perspektive
  • Erarbeitung einer Haltung
  • Vermittlung von Handlungskompetenzen, um Jugendliche zu stärken und vor Überforderung zu schützen

Inhaltliche Schwerpunkte:

  • Prävalenzen zu sexualisierter Peergewalt
  • Phänomen des Bystander-Effekts
  • Jugendliche als Vertrauenspersonen
  • Einflussfaktoren auf die Entscheidung von Jugendlichen, (nicht) zu helfen

Zielgruppe: Pädagogische Fachkräfte der offenen Kinder- und Jugendarbeit, Mitarbeiter:innen in Einrichtungen der Kinder- und Jugend- sowie der Behindertenhilfe, kirchlicher Träger und Sportvereinen, Lehrer:innen und Schulsozialarbeiter:innen

Datum
30.05.2024
Ort
Hannover
Kosten
120 €
Kontakt
Violetta e.V. Hannover

Fachberatungsstelle für sexuell missbrauchte Mädchen und junge Frauen
Birgit Niendorf
Wöhlerstraße 42
30163 Hannover

Telefon: 0511 / 850 307 88
Programm/Anmeldung
Anmeldeschluss
25.04.2024