Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung

Kinder und Jugendliche mit Behin­derungen vor sexualisierter Gewalt schützen: neue Website zum Präven­tionsprogramm 'Ben und Stella'

28. Oktober 2019


Kinder und Jugendliche mit Behinderungen sind besonders häufig von sexualisierter Gewalt betroffen. Wie sie besser geschützt werden können, war Thema einer Veranstaltung des Bundesfamilienministeriums, bei der auch eine neue Website zum Präventionsprogramm "Ben & Stella" an den Start ging.

Am 24. Oktober haben sich Expertinnen und Experten in Berlin über ein Modellprojekt ausgetauscht, das Kinder und Jugendliche mit Behinderungen besser vor sexualisierter Gewalt schützen soll. Das Bundesfamilienministerium fördert seit 2015 das bundesweite Modellprojekt "BeSt – Beraten und Stärken". Ergebnisse wurden nun auf einem Netzwerktreffen vorgestellt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel, diskutierten über die Ergebnisse und Erfahrungen mit Beschäftigten aus Einrichtungen, die am Projekt beteiligt sind.

Neue Website zum Präventionsprogramm "Ben & Stella"
BenundStella-Website-ScreenshotIm Rahmen des Modellprojekts werden bundesweit bis 2020 in über 80 Einrichtungen modellhaft Strukturen für den Kinderschutz verbessert und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Thema sexualisierte Gewalt fortgebildet. Ein weiterer wichtiger Baustein ist das Präventionsprogramm "Was tun gegen sexuellen Missbrauch – Ben & Stella wissen Bescheid", das speziell für Kinder und Jugendliche mit kognitiven Beeinträchtigungen entwickelt wurde. Bereits über 750 Mädchen und Jungen haben daran teilgenommen. Aus Anlass des Netzwerktreffens ging die Website www.benundstella.de online, auf der sich Kinder und Jugendliche, Eltern und Fachkräfte über das Programm informieren können.

Modellprojekt "Beraten und Stärken"
DGfPI_Deutsche-Gesellschaft-für-Prävention-und-Intervention-bei-Kindesmisshandlung-und-vernachlässigung_LogoDas Modellprojekt "BeSt – Beraten und Stärken" wird in Kooperation zwischen der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Intervention bei Kindesmisshandlung, -vernachlässigung und sexualisierter Gewalt e.V. (DGfPI) und bundesweit zehn Fachberatungsstellen mit den Arbeitsschwerpunkten sexualisierte Gewalt und Behindertenhilfe durchgeführt. Das Ziel ist, Mädchen und Jungen mit Behinderung vor sexualisierter Gewalt in (teil-)stationären Einrichtungen gezielt und nachhaltig zu schützen.

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Familien in Niedersachsen