Forschung zu sexueller Gewalt – Vom Tabu zur gesamtgesellschaftlichen Aufgabe

19. Juni 2015

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka und Missbrauchsbeauftragter Johannes-Wilhelm Rörig haben ein Hearing zur Forschung zu sexueller Gewalt eröffnet. Rund 250 Expertinnen und Experten haben dabei über die Verantwortung von Wissenschaft und Forschung im Themenfeld des sexuellen Missbrauchs diskutiert und den künftigen Handlungsbedarf erörtert.

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka und Missbrauchsbeauftragter Johannes-Wilhelm Rörig haben am 18. Juni 2015 ein Hearing zur Forschung zu sexueller Gewalt eröffnet. Rund 250 Expertinnen und Experten haben dabei über die Verantwortung von Wissenschaft und Forschung im Themenfeld des sexuellen Missbrauchs diskutiert.

Zudem wurde erörtert, wie die zur Verfügung stehenden Ressourcen für Forschung in diesem Bereich eingesetzt werden und wie Forschungsförderung künftig durch weiterführende Forschungsinstrumente (Graduiertenkollegs, Forschergruppen und Sonderforschungsbereiche) vertieft werden kann.

Außerdem ging es darum, wie Akteure der Praxis, beispielsweise Fachberatungsstellen, Kitas, Schulen, aber auch Betroffene, mit ihren jeweils spezifischen Perspektiven und Expertisen frühzeitig in Forschungsvorhaben eingebunden werden können: Welchen ethischen Standards muss die Forschung über und mit Betroffenen genügen und wie sollte Forschung mit der Aus-, Fort- und Weiterbildung verknüpft werden, waren weitere Fragestellungen.

Im Herbst 2015 sollen die Ergebnisse in einem Forderungskatalog veröffentlicht werden. Das Forschungshearing ist das 5. Hearing des Unabhängigen Beauftragten im Rahmen seiner Veranstaltungsreihe "Dialog Kindesmissbrauch".

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Bundesforschungsministerin Prof. Wanka und Missbrauchsbeauftragter Rörig eröffnen das Hearing | Gruppenfoto Teilnehmende | Fotos: © Christine Fenzl

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