Wissenschaftliche Begleitung zur Kampagne

Die Aufklärungskampagne wird von einer wissenschaftlichen Evaluation flankiert, die feststellen soll, inwieweit diese Kampagne wirksam war. Außerdem wurde untersucht, welches Wissen Betreuungspersonen von Kindern im gefährdeten Alter von 0 bis 3 Jahren über das SBS (Shaken Baby Syndrom, Schütteltraumasyndrom) haben. Die wissenschaftliche Begleitung des Projektes wird gemeinsam mit Prof. Ulla Walter und Silke Kramer vom Stiftungslehrstuhl für Prävention und Rehabilitation in der System- und Versorgungsforschung am Institut für Epidemiologie, Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung an der MHH durchgeführt.

Hierfür wurde ein Fragebogen entwickelt, der mehrere Pretests durchlaufen hat. Dieser Fragebogen wurde im Herbst 2007 in per Zufall ausgewählten hannoverschen Kinder- und Frauenarztpraxen eingesetzt. Die Befragung fand in der Interventionsregion (Stadt Hannover) und einer Kontrollregion (Stadt Köln), in der keine Aufklärungskampagne durchgeführt wurde, statt. Der Rücklauf lag bei 85 Prozent (1.380 von 1.620 ausgegebenen Fragebögen).

Im Herbst 2008 - nach Ende der Aufklärungsphase - wurden die Eltern und Betreuungspersonen erneut befragt, dieses Mal mit einem Rücklauf von 87 Prozent (1.481 von 1.985 ausgegebenen Fragebögen).

Die weiteren Daten aus den Befragungungen vor und nach der Kampagne wurden u.a. hinsichtlich der Wirksamkeit der Kampagne (Erhöhung des Wissenstandes) ausgewertet.

Fragebogendesign

Der standardisierte Fragebogen beinhaltet Fragen zu folgenden Themen:

  • Vorhandenes Wissen zum Schütteltrauma
  • Kenntnisse über Verhaltensmaßnahmen bei schreienden Babys
  • Erfahrungen mit Schreibabys
  • Kenntnis und Wahrnehmung spezifischer Hilfsangebote
  • Kenntnis und Wahrnehmung von Informationsmedien zum Schütteltrauma
  • Fand ein Informationsgespräch mit dem Arzt zum Schütteltrauma statt?
  • Wahrnehmung des Posters oder Flyers als hilfreiches Informationsmedium
  • Allgemeines Informationsverhalten
  • Bevorzugte Informationsquellen zu Erziehung und Gesundheit
  • Anzahl Besuche bei diesem Arzt in den letzten 6-9 Monaten
  • Alter, Geschlecht
  • Aktuelle Beziehung zu Säuglingen/Kleinkindern (Eltern, Großeltern, Babysitter etc.)
  • Familienstand (u.a. auch Angaben zu Kindern)
  • Sozioökonomischer Status
  • Ethnizität
  • Teilnahme an Angeboten

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Link zur Website des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung
Familien in Niedersachsen