Beispiele guter Praxis mit Landesförderung

Auf neue Herausforderungen reagiert der Kinderschutz mit neuen Ansätzen. Das Land Niedersachsen fördert entsprechende Modellversuche und Projekte, die wir Ihnen hier vorstellen:
Gesundheitshilfe

Zentrale Frühe Hilfen

Die Landesregierung baut das Angebot in der Gesundheitshilfe für Familien, insbesondere auch für Schutz suchende Frauen und Kinder, aus. Dazu wurden an den Modellstandorten in den Landkreisen Northeim und Verden sowie der Stadt Wilhelmshaven "Zentralen Frühe Hilfen" errichtet. Die jeweilige Zentrale bündelt vor Ort die Hilfen bei physischen, psychomotorischen und sozialmedizinischen Fragen und Problemen der Frauen, Eltern und Kinder. Die am Modellprojekt beteiligte Kommune stellt die Räumlichkeiten bereit und gewährleistet, dass das Projekt auf Basis einer engen Kooperation von Gesundheits- und Jugendamt umgesetzt werden kann.

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Frühe Hilfen

Kinderschutz im ländlichen Raum

Kinderschutz-Zentrum-Oldenburg+LK-Friesland_LogoVon 2015 bis 2017 ist der Landkreis Friesland in Zusammenarbeit mit dem Kinderschutz-Zentrum Oldenburg und Förderung des Landes Niedersachsen "Modellregion Kinderschutz im ländlichen Raum". Kernanliegen ist es, die Mobilität von Ratsuchenden und Beraterinnen zu fördern, Hilfssysteme zu vernetzen und bürgerschaftliches Engagement zu stärken. Die Familien- und Kinderservicebüros des Landkreises dienen dabei als Knotenpunkte in den Städten und Gemeinden. Sie sollen Eltern gezielt auf Angebote vor Ort hinweisen und durch diese dezentralen, niedrigschwelligen Angebote der frühen Hilfen Hemmschwellen abbauen.

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Prävention & Partizipation

Rechte von Mädchen und Jungen in Einrichtungen

Rechte-von-Mädchen+Jungen-in-Einrichtungen_LogoDer Deutsche Kinderschutzbund Landesverband Niedersachsen bietet pädagogischen Einrichtungen Unterstützung bei der nachhaltigen Implementierung eines institutionellen Kinderschutz-Konzeptes. Das 2014 gestartete Projekt "Rechte von Mädchen und Jungen in Einrichtungen" hält Informations- und Qualifizierungsveranstaltungen in Form von Inhouse-Seminaren bereit, die thematisch passgenau zusammengestellt werden können.

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Opferhilfe

Psychosoziale Prozessbegleitung

Im Fokus der psychosoziale Prozessbegleitung stehen Menschen, die aus den verschiedensten Gründen nach dem Erleben einer Straftat besonders schweren Belastungen ausgesetzt sind, wie beispielsweise Kinder und Jugendliche. Das kostenlose Angebot unterstützt Opferzeuginnen und Opferzeugen sowie deren Angehörige umfassend vor, während und nach dem Strafverfahren. Auch im Alltag leisten die psychosozialen Prozessbegleiterinnen und Prozessbegleiter eine wichtige Hilfestellung in den ganz individuellen Problemlagen.

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Frühe Hilfen online

gut aufwachsen - Fach- und Familien­informations­system Frühe Hilfen

FIS-gut-aufwachsen_LogoMit einer Internetdatenbank bringt die Niedersächsische Landesregierung interessierte Eltern und Anbieter früher Hilfen zusammen. Eltern und Familien können sich damit per Mausklick einen unkomplizierten, umfassenden Überblick über die vielfältigen Angebote früher Hilfen in ihrer Nähe verschaffen. Auch Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe profitieren: Sie können die Informationen über bestehende Angebote direkt in ihre alltägliche Arbeit einbringen.

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Prävention sexueller Gewalt

Therapie für noch nicht straffällig gewordene Pädophile

Zwei verschiedene Präventionsprojekte an der Medizinischen Hochschule Hannover und am Asklepios Klinikum Göttingen richten sich an potenzielle, pädophil veranlagte Täter und Täterinnen: Eine kostenlose ambulante Therapie auf freiwilliger Basis soll helfen, ihre sexuelle Präferenzstörung zu kontrollieren. Die vom Land Niedersachsen geförderten Projekte sind die ersten Angebote dieser Art in Niedersachsen.

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Prävention sexueller Gewalt

Grenzgebiete

Logo-GrenzgebieteZur Prävention von sexueller Gewalt und Übergriffen unter Jugendlichen hat die Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen (LJS) das Projekt "Grenzgebiete" entwickelt. Drei Jahre lang (2011-2013) hat sich die LJS dabei direkt an Jugendliche gewendet und in Schulen und Jugendeinrichtungen theaterpädagogisch zu diesem Thema gearbeitet. Als Folgeprojekt gibt es seit Ende 2014 Seminarreihen für pädagogische Fachkräfte zum Thema Gewaltprävention.

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Diagnose von Kindesmisshandlung

Rechtsmedizinische Hotline, Fortbildung und Tele-Konsil

Kinderschutzambulanz-MHH_LogoEnde Januar 2011 wurde die Kinderschutzambulanz am Institut für Rechtsmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) eröffnet. Über eine Hotline, durch wohnortnahe Untersuchungen, Fortbildungen oder das bundesweit einmalige Tele-Konsil "Forensikon" - die Expertinnen und Experten unterstützen niedergelassene und klinische Ärztinnen und Ärzte bei der Diagnose von Kindesmisshandlung und -missbrauch

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Fortbildung Kinder- und Jugendschutz in Niedersachsen

Weiterbildung zur Fachkraft nach § 8a SGB VIII

Im Rahmen des Bundeskinderschutzgesetz (BKiSchG) wurde auch § 8a SGB VIII "Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung" nach sechs Jahren Geltung überarbeitet und neu sortiert. Seit Januar 2013 gibt es die berufsbegleitende Fortbildung zur Fachkraft Kinderschutz und zur Fallberatung im Kinderschutz deshalb mit einem aktualisierten Kurskonzept. In vier Folge-Kursen wird Grundwissen vermittelt, über das eine Fachkraft der Jugendhilfe gemäß § 8a SGB VIII verfügen muss. Vier weitere Aufbau-Module mit Themenstellungen der beratenden Fallkoordination bieten die Möglichkeit zur Vertiefung der Kenntnisse und Zertifizierung. Veranstaltet werden die Qualifizierungsmaßnahmen vom Niedersächsischen Landesamt für Soziales, Jugend, Familie und Integration in Zusammenarbeit mit den Kinderschutz-Zentren e.V.

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Frühe Hilfen

Stiftung Eine Chance für Kinder

Logo der Stiftung Eine Chance für KinderMit der aufsuchenden Hilfe von Familienhebammen möchte die Stiftung EINE CHANCE FÜR KINDER schwangere Frauen und Mütter / Eltern von Neugeborenen und Säuglingen in belastenden Lebenssituationen möglichst frühzeitig unterstützen. Ursprünglich in vier niedersächsischen Kommunen als Pilotprojekt gestartet, werden mittlerweile in 47 der 60 Kommunen Familienhebammen als reguläre Hilfemaßnahme eingesetzt.

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Frühe Hilfen

wellcome – Praktische Hilfe für Familien nach der Geburt

Logo wellcomeAuf den Alltag mit einem Neugeborenen kann sich eine werdende Mutter nur schwer vorbereiten. Viele Mütter sehnen sich in dieser Anfangsphase nach Entlastung und Hilfen im Alltag. Mit ehrenamtlichen Familienhelferinnen unterstützt wellcome Familien mit neugeborenen Kindern unbürokratisch und praktisch beim Übergang von der Geburt im Krankenhaus in den häuslichen Alltag.

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Erziehungskompetenz fördern

Starke Eltern - Starke Kinder®

Logo Starke Eltern - starke KinderIn Niedersachsen wurde eine flächendeckende Verbreitung von Elternkursen nach dem Konzept "Starke Eltern - Starke Kinder" des Deutschen Kinderschutzbundes umgesetzt. Damit sollen Eltern im Erziehungsalltag unterstützt und ihre Erziehungskompetenz gestärkt werden. Seit Januar 2002 wurden landesweit über 750 Kursleiterinnen und -leiter qualifiziert.

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Kindertagesstätten und Gesundheitsdienst

PiAF - Prävention in aller Frühe

PiAF_Logo-neuMit dem Projekt "PiAF - Prävention in aller Frühe" will der Landkreis Hildesheim die Startchancen von Kindern aus so genannten Risikofamilien verbessern. Dazu arbeiten der Kinder- und Jugendgesundheitsdienst und die Fachkräfte der Jugendhilfe eng mit den Kindertageseinrichtungen zusammen. Eingesetzt werden frühzeitige, systematische und interdisziplinäre Maßnahmen zur Früherkennung und Frühförderung bei gesundheitlichen Problemen und Entwicklungsdefiziten, die den Schulerfolg gefährden.

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Bereits abgeschlossene Projekte mit Landes­förderung

Die Förderung durch das Land Niedersachsen für die folgenden Projekte ist bereits ausgelaufen. Einige dieser Projekte sind abgeschlossen, andere laufen noch und wurden in die kommunalen Regelstrukturen überführt oder werden durch andere Träger gefördert:
Prävention sexueller Gewalt

Schutz vor sexualisierter Gewalt im Sport

Landessportbund-Nds_SportjugendQualifiziert handelnde Mitarbeitende, Betroffene zum Reden ermutigen, Täter und Täterinnen abschrecken – das wollen der LandesSportBund und die Sportjugend Niedersachsen mit dem in 2011 gestarteten Modellprojekt erreichen. Dazu sollen bis 2020 landesweit klare Strukturen für Information, Beratung, Qualifizierung, Beschwerdemanagement und Vernetzung auf- und ausgebaut werden.

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Gewaltprävention

Caring Dads - Fürsorgliche Väter

Männerbüro-Hannover_LogoDas im Januar 2014 gestartete Modellprojekt "Caring Dads" war auf drei Jahre angelegt und wurde bis Ende 2016 durch das Niedersächsische Sozialministerium und die Klosterkammer Hannover gefördert. Das Projekt des Männerbüro Hannover e.V. richtete sich an Männer, die gegen ihre Kinder und/oder in Gegenwart der Kinder gegen die (Ex-)Partnerin gewalttätig geworden sind. Mit persönlicher Beratung und einem mehrteiligen sozialen Trainingskurs erhielten die Väter Unterstützung zur Verhaltensänderung, um aus dem Kreislauf aussteigen zu können.

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Prävention sexueller Gewalt

Kinderschutz-Konzepte in pädagogischen Einrichtungen und Verbänden

Von April 2011 bis März 2014 hat das Kinderschutz-Zentrum Hannover pädagogischen Einrichtungen und Verbänden ein kostenloses Paket zur nachhaltigen Implementierung präventiver Kinderschutz-Konzepte gegen sexuelle Gewalt angeboten. Dazu gehörten u.a. Informationsveranstaltungen, die Qualifizierung von Fachkräften, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und die Etablierung eines Beschwerdemanagements / Verfahrensablaufs.

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Unfallprävention

Kikuk - Kindersicherheit in Kita und Kommune

KiKuK_LogoVerletzungen durch Unfälle sind die Todesursache Nummer eins im Kindesalter und der häufigste Grund für eine Krankenhausbehandlung. Dabei können viele Unfälle vermieden werden, wenn entsprechende Sicherheitsmaßnahmen ergriffen werden. Das Projekt KiKuK (Mai 2013 bis Oktober 2014) hat dazu bei kommunalen Ressourcen angesetzt: Es nutzte die Multiplikatorenfunktion von Erzieherinnen und Erziehern, um das nötige Wissen in die Familien zu tragen, und zur Netzwerkarbeit an kommunalen und überregionalen Sicherheitsnetzwerken.

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Vernetzung

EFi - Elternarbeit, Frühe Hilfen und Migrationsfamilien

EFi_LogoMit dem bundesweit einmaligen Projekt "EFi - Elternarbeit, Frühe Hilfen und Migrationsfamilien" hat das Land Niedersachsen von 2011 bis 2014 Kommunen dabei unterstützt, die Netzwerkarbeit für Familien mit Migrationshintergrund zu stärken. Rund 30 Kommunen in Niedersachsen haben EFi-Projekte ins Leben gerufen. Diese sollen die Bildungs- und Präventionsangebote besser vernetzen und besonders für Familien mit Zuwanderungsbiografie leichter zugänglich machen. Eine besondere Rolle kommt dabei Vertrauenspersonen mit Migrationshintergrund zu, wie Integrations- und Erziehungslotsinnen und -lotsen, und anderen interessierte Ehrenamtlichen, die die Eltern persönlich ansprechen.

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Prävention sexueller Gewalt

Sichere Orte

Sichere-Orte_Herrschelmann-Fuchs-Jungkunz_sWie lassen sich Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit Behinderungen gegen sexuelle Übergriffe schützen? Dieser Frage widmete sich von September 2010 bis Dezember 2011 das Modellprojekt "Sichere Orte für Kinder". In dem vom Land Niedersachsen geförderten Projekt haben verschiedene Einrichtungen der Behindertenhilfe unter Anleitung der Kinderschutz-Zentren Hannover und Oldenburg praktische Tipps und Handlungsmöglichkeiten selbst erarbeitet.

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Frühe Hilfen

Stiftung Pro Kind

Logo pro kindIm Modellprojekt "Pro Kind" wurde von 2006 bis 2011 ein Hausbesuchsprogramm für finanziell und sozial belastete Erstgebärende erprobt. Speziell ausgebildete Familienbegleiterinnen besuchten die Familien vom zweiten Drittel der Schwangerschaft an bis zum zweiten Geburtstag der Kinder. Dabei wurde erstmals in einem größeren, wissenschaftlichen Umfang die Wirksamkeit der Hausbesuche von Hebammen und Sozialpädagoginnen untersucht. Die praktischen Erfahrungen und wissenschaftlichen Ergebnisse der Modellprojektphase sind in die Neuentwicklung von Materialien der Frühen Hilfen in Deutschland eingeflossen.

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Broschüre

Beispiele guter Praxis - Weitere Maßnahmen, Projekte und Angebote

cover_Kinderschutz-als-gesellschaftliche-HerausforderungDie Broschüre Kinderschutz als gesellschaftliche Herausforderung (2011) fasst die zentralen Informationen zum Kinderschutz in Niedersachsen zusammen: Sie erläutert die politischen Leitlinien im Kinderschutz und veranschaulicht gleichzeitig deren praktische Umsetzung. Dabei wird das Thema in seiner ganzen Bandbreite erfasst - von der frühesten Prävention bis zur Intervention bei konkreten Kindeswohlgefährdungen. Ergänzend werden die Themen Kinderarmut und Kinderrechte ebenfalls beleuchtet.
Link zur Website des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung
Familien in Niedersachsen