DDR-Heimkinderfonds: Anmeldung für Hilfeleistung noch bis 30. September 2014

28. August 2014

Fonds-Heimerziehung_LogoAnfang Juli hat das Bundeskabinett die Aufstockung des Fonds "Heimerziehung in der DDR" beschlossen. Der Fonds gewährt Hilfeleistungen an Menschen, die als Kinder oder Jugendliche zwischen 1949 und 1990 in Heimen der DDR Leid und Unrecht erfahren haben und bis heute unter den Folgen leiden. Er war zum 1. Juli 2012 gestartet und ursprünglich mit 40 Millionen Euro ausgestattet, die jedoch aufgrund einer unerwartet hohen Inanspruchnahme bereits nahezu ausgeschöpft sind.

Betroffene, die bislang gezögert haben oder unsicher sind, sollten sich bis zum 30. September 2014 bei der für sie zuständigen Anlauf- und Beratungsstelle anmelden, um ihre Ansprüche zu wahren. Die Anmeldefrist bedeutet nicht, dass bis dahin auch schon sämtliche Leistungen beantragt sein müssen. Beratungsgespräche, die Ermittlung des konkreten Hilfebedarfs kann auch noch später erfolgen – die Fondslaufzeit endet am 30. Juni 2017.

Für die fristgerechte Anmeldung bis zum 30. September 2014 genügt eine formlose schriftliche Nachricht an die Anlauf- und Beratungsstelle mit Namen und Anschrift der bzw. der betroffenen Person, zum Beispiel per Brief, Postkarte oder E-Mail. Möglich ist auch die Anmeldung "zur Niederschrift", hierzu können die Betroffenen persönlich in der Anlauf- und Beratungsstelle vorsprechen oder aber telefonisch mit ihr Kontakt aufnehmen. Damit soll sichergestellt werden, dass Betroffene mit Schreibschwierigkeiten keine Nachteile haben.

Die Höhe der Aufstockungssumme wird nach Ablauf der Anmeldefrist festgelegt, wenn die Zahl der potenziellen Leistungsempfängerinnen und -empfänger bekannt ist. Nach bisherigen Schätzungen ist von einer Größenordnung bis zu 200 Millionen Euro auszugehen. Die Hälfte davon trägt der Bund, die andere Hälfte die Länder gemeinsam.

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Weitere Informationen, u. a. eine interaktive Deutschlandkarte mit den Adressen und Telefonnummern der Anlauf- und Beratungsstellen, gibt es unter www.fonds-heimerziehung.de.

Quelle: Pressemitteilung des Bundesfamilienministeriums vom 09.07.2014

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