Koordinierungszentren Kinderschutz - Kommunale Netzwerke Früher Hilfen

Eine Vielzahl bewährter Ergebnisse, die für die flächendeckende Entwicklung lokaler Netzwerke in Niedersachsen und darüber hinaus wegweisend sind - darauf kann das Projekt "Koordinierungszentren Kinderschutz - Kommunale Netzwerke Früher Hilfen" nach vierjähriger Modellphase verweisen. Von 2007 bis 2011 wurden an den vier Modellstandorten Braunschweig, Hannover, Lüneburg und Oldenburg alle im Kinderschutz wirkenden Institutionen zusammengeführt und verbindliche Kooperationsstrukturen aufgebaut. Seit 2012 bieten die Koordinierungszentren als Regeleinrichtungen Beratung zum Auf- und Ausbau kommunaler Kinderschutz-Netzwerke an.

Logo Koordinierungszentren KinderschutzKommunale Netzwerke Früher Hilfen: verbindliche Kooperationen aufbauen und erproben
Bereits seit Mitte 2007 unterstützt das Land Niedersachsen die Kommunen der vier Standorte Braunschweig, Hannover, Lüneburg und Oldenburg bei der Entwicklung und Qualifizierung entsprechender Netzwerke. Damit sollen im Sinne früher Hilfen riskante Lebenssituationen von Kindern und Familien frühzeitig erkannt und der Schutz von Kindern vor Gewalt, Vernachlässigung und Misshandlung erhöht werden. In die Netzwerke einbezogen sind beispielsweise

  • (Kinder-)Ärztinnen und Ärzte
  • Kinderkliniken
  • Beratungsstellen für Familien
  • Hebammen
  • Gesundheitsämter
  • Kinderschutz-Zentren
  • Familienservicebüros
  • Verbände
  • Kindertagesstätten
  • Schulen
  • Polizei
  • Gerichte
  • und die Jugendämter.

Basierend auf einer Bestandsanalyse der Einzelinstitutionen und ihrer bisherigen einrichtungsübergreifenden Zusammenarbeit wurden verbindliche Handlungsabläufe entwickelt und erprobt. Dabei entstanden zahlreiche Arbeitshilfen und verbindliche Kooperationsvereinbarungen, die die Zusammenarbeit der Institutionen zum Schutz von Kindern festschreiben. Fortbildungsmaßnahmen in Fragen der Erkennung von Kindesmisshandlung und Vernachlässigung sowie im Umgang mit Kindeswohlgefährdungen haben die Realisierung begleitet.

Wissenschaftlich und medizinisch begleitet wurde das Modellprojekt durch das Institut für Soziale Arbeit e.V. Münster sowie durch Dr. Thorsten Wygold, Kinderkrankenhaus auf der Bult.

Vom Modellprojekt zur Regeleinrichtung
Auch nach dem Ende der Projektphase unterstützt das Land die Koordinierungszentren Kinderschutz mit jährlich 150.000 Euro. Die Kommunen beteiligen sich mit 50 Prozent an der Finanzierung. Mit der Überführung vom Modellprojekt zur dauerhaften Institution bieten die Koordinierungszentren interessierten Kommunen nun auch selbst eine Beratung zum Auf- und Ausbau kommunaler Kinderschutz-Netzwerke an.

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Weitere Informationen und Materialien

Koordinierungszentren-Kinderschutz_Abschlussbericht-2011_coverEine Fülle bewährter Ergebnisse, die für die flächendeckende Entwicklung lokaler Netzwerke in Niedersachsen und darüber hinaus wegweisend sind - so die Bilanz der vier Koordinierungszentren Kinderschutz nach vier Jahren. Welche Projekterfolge sind erzielt worden? Was sind praktikable Konzepte im Kinderschutz? Wie lässt sich ein effektiver, interdisziplinärer Kinderschutz organisieren? Gibt es übertragbare Ansätze, von denen andere Kommunen profitieren können? Der Abschlussbericht stellt Intentionen, Verlauf und Bilanzierung des Modellprojektes dar. Darüber hinaus gibt es eine Übersicht der jeweiligen Standortprofile und deren Beratungsexpertise im Hinblick auf den geplanten Beratungsservice für Kommunen.

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Kurzprofile und Kontaktdaten der einzelnen Koordinierungszentren finden Sie bei den Standortprofilen.

Handreichungen, Arbeitshilfen, Kooperationsvereinbarung, Broschüren für verschiedene Zielgruppen sowie Vorträge von Fachveranstaltungen stehen im Materialienpool für Netzwerke Frühe Hilfen zur Verfügung.

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Link zur Website des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung
Familien in Niedersachsen