Kindesentführungen durch Beratung und Information bestmöglich verhindern

14. Juli 2014

Immer wieder nutzen Mütter oder Väter die Ferienzeit für Kindesentführungen ins Ausland. Was oft als harmlose Urlaubsreise beginnt, kann dann in monate- oder jahrelangen Auseinandersetzungen und im schlimmsten Fall mit einem Kontaktabbruch zum Kind enden. Der Internationale Sozialdienst (ISD) im Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. rät Eltern daher, sich vor Reisen ins Ausland rechtzeitig und ausführlich zu informieren.

Es geschieht mehrere hundert Mal pro Jahr: Ein Elternteil bleibt nach dem Ende des Urlaubs einfach mit dem gemeinsamen Kind im Heimatland. Andere Eltern planen eine solche Entführung akribisch mehrere Monate im Voraus. Was viele Eltern nicht wissen – sie machen sich strafbar und können im schlimmsten Fall das Sorgerecht für ihre Kinder verlieren. Für die verlassenen Eltern kann ein langer und traumatisierender Kampf um ihr Kind beginnen.

Besonders schwierig kann die Lage für Frauen werden, die mit ihrer Familie in ein Land reisen, in dem das Haager Kindesentführungsübereinkommen nicht gilt. In manchen Staaten kann der Ehemann dann nicht nur den Kindern, sondern auch der Mutter die Ausreise verbieten. Sie findet sich dann in einem fremden Land wieder, dessen Sprache sie oft nicht spricht und dessen Recht sie nicht kennt. Elternteile, und insbesondere Mütter, deren Kinder in solche Staaten entführt werden, haben oft nur minimale Chancen auf eine Rückkehr ihrer Kinder.

Die Zentrale Anlaufstelle für grenzüberschreitende Kindschaftskonflikte und Mediation (ZAnK) des ISD informiert und berät Eltern kostenfrei, vermittelt Mediatorinnen und Mediatoren und andere Ansprechpersonen. Das Angebot richtet sich auch an Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte und an alle Fachleute, die mit Konflikten dieser Art befasst sind.

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Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. vom 08.07.2014

Kontakt

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Zentrale Anlaufstelle für grenzüberschreitende Kindschaftskonflikte
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im Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V.
Michaelkirchstr. 17-18
10179 Berlin-Mitte

T (030) 62 98 04 03

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