DKSB: Die Schließung von Spielplätzen ist keine Option

25. Februar 2021

Die Polizei in Hannover droht damit Spielplätze bei Überfüllung zu schließen und appelliert an Eltern diese zu meiden. Doch wo sollen die Kinder gerade bei dem tollen Wetter denn hin, will der Kinderschutzbund Niedersachsen wissen.

Dieser Appell ist ein bisschen weltfremd, sagt Simon Kopelke, Vorstandsmitglied beim Kinderschutzbund. "Wohin sollen die Kinder denn mit ihrem Drang nach Bewegung – wo sollen sie sich denn auspowern, wenn gleichzeitig auch Kita und Sportverein nicht offen haben?", fragt Kopelke. Nicht jeder habe einen Wald oder eine große Wiese vor der Haustür, auf die man ausweichen könne.

"Kinder müssen und sollen raus an die frische Luft. Gerade in Zeiten der Pandemie ist das wichtig – sowohl für die körperliche als auch die seelische Gesundheit der Kinder", so Kopelke. Dass Spielplätze geschlossen werden, wie in Isernhagen und Burgwedel in der Region Hannover am vergangenen Wochenende geschehen, sieht er kritisch.

Gleichzeit betont Kopelke, dass Eltern bzw. Erwachsene durchaus auf das Einhalten der Abstandsregeln achten sollten, auch bei den Kindern. "Natürlich ist der Infektionsschutz wichtig. Auf Spielplätzen braucht es dafür keine Polizei, sondern Augenmaß. Wenn Kinder sich beim Toben für den Bruchteil einer Sekunde an frischer Luft näher als 1,50 Meter kommen, dürfte das kein Superspreader-Ereignis nach sich ziehen", so Kopelke.

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Link zur Website des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung
Familien in Niedersachsen