COVID Kids Bavaria: Langzeit-Studie untersucht Ansteckungsgefahr durch SARS-CoV-2 bei Kindern

27. Juli 2020

In Bayern startet die neue, wegweisende Studie "COVID Kids Bavaria", die sich mit der pandemischen Situation bei Kindern beschäftigt. Die Studie wird gemeinsam von den sechs Universitätskinderkliniken im Freistaat durchgeführt. Sie begleitet die Öffnung von Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen wissenschaftlich und nimmt neben der Ansteckungsgefahr durch SARS-CoV-2 auch allgemeine Fragen der Kindergesundheit in den Blick. Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Wissenschaftsminister Bernd Sibler stellten das innovative Forschungsprojekt am 6. Juli 2020 gemeinsam mit den beiden Studienleitern Prof. Dr. med. Dr. sci. nat. Christoph Klein und Prof. Dr. med. Johannes Hübner, Direktor und stellvertretender Direktor des Dr. von Hauner'schen Kinderspitals am LMU Klinikum München, im Rahmen einer Pressekonferenz in München der Öffentlichkeit vor.

Öffnung von Kinderbetreuungseinrichtungen wissenschaftlich begleitet
Die Frage, ob Kinderbetreuungsstätten wie Krippen, Kindergärten und Grundschulen eine Gefahr für eine unkontrollierte COVID 19-Ausbreitung darstellen, wird weiterhin kontrovers diskutiert. Die sechs bayerischen Universitätskinderkliniken wollen darauf eine Antwort geben, nachdem hierzu bisher keine umfassenden wissenschaftlichen Untersuchungen verfügbar sind. Dazu untersuchen sie ab Juli gemeinsam über Testungen an rund ausgewählten 150 Kinderbetreuungseinrichtungen im ganzen Freistaat, wie viele Kinder infiziert sind und ob sie Symptome aufweisen. Aber auch allgemeine Fragen der Kindergesundheit wie die Auswirkungen der Pandemie auf die Befindlichkeit und medizinische Versorgung von Kindern sollen untersucht werden. Die epidemiologische Langzeit-Studie richtet damit den Blick in die Zukunft und begleitet die Öffnung von Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen wissenschaftlich.

Testungen auf freiwilliger Basis
Die Medizinerinnen und Mediziner aus Augsburg, Erlangen, München (LMU und TUM), Regensburg und Würzburg unter der Leitung von Prof. Klein und Prof. Hübner werden jeweils 46 Kinderkrippen, Kindergärten und Grundschulen besuchen und dort auf freiwilliger Basis stichprobenartig Kinder im Alter zwischen einem und zehn Jahren sowie Erzieherinnen und Erzieher und Lehrerinnen und Lehrer testen. Geplanter Beginn der Studie ist Juli 2020, das Ende der Studie ist für Januar 2021 vorgesehen. Die Datenauswertung soll voraussichtlich bis Ende März 2021 abgeschlossen sein. Der Freistaat finanziert die Kosten der Studie mit einer Million Euro.

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Link zur Website des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung
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