Interdisziplinäre Studie zum Sexuellen Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester

8. April 2014

Deutsche-Bischofskonferenz_LogoDie Deutsche Bischofskonferenz hat das interdisziplinäre Forschungsverbundprojekt "Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz" vorgestellt. Bischof Dr. Stephan Ackermann, Beauftragter der Bischofskonferenz für Fragen sexuellen Missbrauchs, präsentierte das interdisziplinäre Forschungskonsortium, das durch ein Ausschreibungsverfahren ermittelt worden war.

Als leitender Verbundkoordinator fungiert Prof. Dr. Harald Dreßing, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim (ZI). Weitere Mitglieder des Forschungskonsortiums sind:

  • Prof. Dr. Hans-Joachim Salize (ebenfalls ZI)
  • Prof. Dr. Dieter Dölling
  • Prof. Dr. Dieter Hermann (Kriminologische Institut der Universität Heidelberg)
  • Prof. Dr. Dr. Andreas Kruse, Prof. Dr. Eric Schmitt (Institut für Gerontologie der Universität Heidelberg)
  • Prof. Dr. Britta Bannenberg (Lehrstuhl für Kriminologie der Universität Gießen).

Ziel der auf dreieinhalb Jahre angelegten Studie ist es, den sexuellen Missbrauch innerhalb der katholischen Kirche sowohl für die Betroffenen als auch für die Öffentlichkeit so transparent wie möglich aufzuarbeiten. Untersucht wird, ob es spezifische Strukturen und Dynamiken innerhalb der katholischen Kirche gibt oder gegeben hat, die Missbrauchsdelikte gefördert haben. Im Rahmen eines modularen Projektablaufs sollen dabei nicht nur Daten aus Kirchenarchiven ausgewertet werden. Es werden auch externe Datenquellen einbezogen, die eine vergleichende Analyse mit anderen Formen des institutionellen Missbrauchs ermöglichen. Die Erfahrungen der Opfer sollen schon bei der Entwicklung der Forschungsinstrumente, aber auch bei der Interpretation der Ergebnisse durch Einrichtung eines Beirats von Anfang an mit einbezogen werden. Darüber hinaus sind Interviews mit Opfern, Tätern und Kirchenverantwortlichen vorgesehen. Die Berücksichtigung von voneinander unabhängigen Erkenntnisquellen und Perspektiven soll eine umfassende Analyse des sexuellen Missbrauchs innerhalb der katholischen Kirche ermöglichen.

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Weitere Informationen sowie die Präsentation des Forschungskonsortiums stehen auf der Website der Deutschen Bischofskonferenz zur Verfügung.

Pressemitteilung der Deutschen Bischofskonferenz vom 24.03.2014

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Link zur Website des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung
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