Netzwerk Frühe Hilfen in Göttingen: Handreichung und wissenschaftliche Begleitung

15. Juni 2016

Landkreis und Stadt Göttingen haben gemeinsam die Umsetzung der Bundesinitiative Frühe Hilfen implementiert und sich mit allen Akteuren auf den Weg gemacht, um die Frühen Hilfen umzusetzen. Dabei können sie auf eine wissenschaftliche Begleitung zurückblicken – als einzige niedersächsische Kommune neben den Standorten der Koordinierungszentren Kinderschutz, die bereits vor Beginn der Bundesinitiative gestartet sind.

Für die wissenschaftliche Begleitung konnte die Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit der HAWK in Hildesheim, Studiengang für Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie gewonnen werden. Die Projektleitung hatte Prof. Dr. Borgetto, Professor für Gesundheitsförderung und Prävention, sowie weitere Wissenschaftlerinnen in zwei Projektphasen.

Die ersten Projektphase (01.02.2014-31.08.2015) wurde durch die Klosterkammer Hannover gefördert, die zweite Phase (01.09.2015-30.04.2016) durch die Kroschke Kinderstiftung, jeweils unter finanzieller Beteiligung der HAWK sowie der Stadt Göttingen und des Landkreises Göttingen.

Zu Beginn standen die Wissenschaftlerinnen beim organisatorischen Aufbau der Netzwerkstruktur zur Seite. In der ersten Projektphase lag der Schwerpunkt ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit außerdem in der Bestandsaufnahme der momentanen Angebote und der Ermittlung des Bedarfs an Frühen Hilfen aus Sicht der Eltern/Familien. Dazu wurde ein Fragebogen für Eltern entwickelt.

In der zweiten Projektphase konzentrierten sich die Wissenschaftlerinnen auf die Ermittlung des Bedarfs an Frühen Hilfen aus Sicht der Anbieter Früher Hilfen.

Handreichung für die Netzwerk-Praxis
Zentrale Ergebnisse und Handlungsempfehlungen wurden nun Ende April 2016 in einer Abschlussveranstaltung diskutiert. Erste Umsetzungen der Handlungsempfehlungen sind bereits erfolgt. Bei der Veranstaltung wurde außerdem eine von der HAWK erstellte Handreichung präsentiert. Sie fasst die Erfahrungen aus der Netzwerkarbeit in Stadt und Landkreis Göttingen zusammen und stellt die Ergebnisse und Handlungsempfehlungen vor. Im Anhang finden sich außerdem im Netzwerk erstellte Dokumente wie beispielsweise die Geschäftsordnung des Netzwerks, ein Ablaufschema zum Verhalten bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung. Zur besseren Übersicht wurden den einzelnen thematischen Aspekten der Handreichung Farben zugeordnet. Zudem wurde die Handreichung für den Praxiseinsatz als lose Blattsammlung konzipiert.

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Um von den gesammelten Erfahrungen zu profitieren, steht diese Handreichung auch anderen Kommunen als Download zur Verfügung:

Stadt+LK-Göttingen_Handreichung-Netzwerk-Frühe-Hilfen_2016

HAWK Hildesheim:
Netzwerkaufbau Frühe Hilfen und Kinderschutz in Stadt und Landkreis Göttingen
Wissenschaftliche Begleitung

Göttingen 2016
62 Seiten

Mehr Informationen und Materialien zum Thema unter www.netzwerke-fruehe-hilfen.de

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Link zur Website des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung
Familien in Niedersachsen