KinderHabenRechtePreis 2013: Medienprojekte ausgezeichnet

15. November 2013

"Stark. Informiert!" Unter diesem Motto stand der diesjährige gemeinsame Preis des Kinderschutzbundes Niedersachsen und des Landes Niedersachsen für den Einsatz für Kinderrechte. Gesucht waren Initiativen, die sich besonders für das Informationsrecht von Kindern einsetzen. Bei einer feierlichen Preisvergabe in Hannover überreichte Sozial- und Familienministerin Cornelia Rundt als Schirmherrin des Preises die mit insgesamt 9.000 Euro dotierte Auszeichnung an die drei Sieger-Initiativen.

Die Ehrung fand im Kreis der Preisträger statt, die mit ihren Teams und natürlich den beteiligten Kindern und Jugendlichen angereist waren.

KinderHabenRechtePreis-2013_Siegerinitiativen

Foto: Land Niedersachsen | Abschluss-Gruppenfoto mit allen Gewinnerinnen und Gewinnern sowie mit Ministerin Cornelia Rundt und Johannes Schmidt, Vorsitzender des Deutschen Kinderschutzbundes, Landesverband Niedersachsen e.V.

Die ausgezeichneten Projekte im Detail:

1.Platz (4.000 Euro): Stadt Oldenburg für die "Kinder-Reporter"
Dazu die Jury: Die Kinder-Reporter sind ein Filmprojekt für Kinder von Kindern. Hier ziehen gleich drei starke Partner an einem Strang: Das Pressebüro der Stadt Oldenburg koordiniert; der Radiolokalsender oeins leitet medienpädagogisch und technisch an und die Grundschule Nadorst unterstützt und betreut die Initiative.

Die Kinder-Reporter möchten erreichen, dass Mädchen und Jungen die Stadt und deren Angebote möglichst gut kennenlernen. Deshalb zeigen die Nachwuchsreporter bereits seit 2009 im Internet, was in Oldenburg passiert und stellen Einrichtungen der Stadtverwaltung vor.

Dargestellt worden sind bereits Themen wie Schwimmbad, Abfallwirtschaftsbetrieb, Baustellen, Kinder- und Jugendbuchmesse KIBUM, Musikschule, Feuerwehr, Sicher zur Schule, Inklusion - um nur einige zu nennen. In der aktuellen Folge geht es um Spielplätze.

Diese Kooperation zwischen Kindern, Schule und Bürgerfunk ermöglicht eine kontinuierliche und kompetente Medienarbeit für und mit der jungen Generation. Die Veröffentlichung durch die Kommune erzeugt einen nachhaltigen Bekanntmachungseffekt bei Kindern, Bürgerinnen und Bürgern in Oldenburg und Umgebung. Diese Initiative regt zur Nachahmung an und soll mit diesem Preis gewürdigt werden!

2. Platz (3.000 Euro): Leibnizschule Hannover für das Schülerradio "Leibnizschule on Air!"
Dazu die Jury: Schülerinnen und Schüler machen Radio – und zwar live, selbständig und für alle Hörerinnen und Hörer! Die Leibnizschule und Radio Leinehertz unterstützen sie dabei: Jeden Mittwoch von 14.00 bis 15.00 Uhr wird die Sendung direkt und regionsweit ausgestrahlt. Dies geht weit über die Möglichkeiten und Ziele eines reinen Schülerradios hinaus!

Seit 2008 werden in der Sendung aktuelle Themen behandelt und Studiogäste interviewt – und das mit "allem drum und dran": Durch die Live-Situation werden Teamfähigkeit, Konzentration, Rhetorik und Krisenmanagement gefördert. Die Sendung wird auch technisch eigenständig umgesetzt – das notwendige Können wird in Schulungen des Senders erlernt. Die eigentliche Arbeit beginnt aber viel früher: Themenauswahl, Recherche, Auswahl und Anfrage der Studiogäste, das Erarbeiten von Interviewleitfäden und Aufgabenverteilung sowie die Produktion von Einspielungen gehören zum Aufgabenspektrum.

Dass hier Schülerinnen und Schüler in so anspruchsvoller Form Informationen erarbeiten und verbreiten, hat die Jury besonders begeistert. Dies möchten wir landesweit bekannt machen und weitervermitteln.

3. Platz: (2.000 Euro): SJD - "Die Falken" / Unterbezirk Nordniedersachsen / Lüneburg für die "Mobile Medienarbeit und den Spielplatztest"
Dazu die Jury: "Zugang zu Informationen fördern – Medienkompetenz stärken" unser diesjähriges Motto wird in der aktiven Medienarbeit des Jugendverbandes der Falken umgesetzt und erweitert, denn hier werden auch Mitsprache und Mitbestimmung von Kindern großgeschrieben!

Bei dieser Initiative haben die Kinder ganz von selbst ihre Themen gefunden und sich damit auseinandergesetzt, wo sie in ihrem Lebensraum die Möglichkeit haben, Einfluss zu nehmen und wie sie ihre Sicht bei Entscheidungen von Gremien einbringen können. Ob Hörspiel oder Film: Vom Ideensammeln über das Schreiben des Drehbuchs bis hin zur Aufnahme und dem Schneiden der Beiträge nehmen die Kinder alles selbst in die Hand.

Als ein Beispiel fungiert der Lüneburger Spielplatztest, mit dem sie sich mit der öffentlichen Infrastruktur auseinandersetzen. Das Ergebnis ist mehr als eine Erhebung für sich, denn es informiert alle Kinder in Lüneburg. Die Ergebnisse sind in einem virtuellen Stadtplan Lüneburgs im Internet abrufbar.

Diese Vorgehensweise bewertet die Jury besonders positiv, weil hier eine Verknüpfung der Aktivitäten der Kinder, ihr selbständiger Blick auf ihre Lebenswelt und die gekonnte Nutzung des Internets zur Publikation ihrer Ergebnisse gelungen ist. Somit können alle Kinder und Familien davon profitieren. Besser als von den Kindern selbst kann es nicht formuliert werden: "Wir haben eine Stimme! Wir haben etwas zu sagen!" Und wir gratulieren!

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Link zur Website des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung
Familien in Niedersachsen