DKSB Niedersachsen rückt Bedeutung des Kinderrechts auf Beteiligung in Fokus

27. April 2016

Deutscher-Kinderschutzbund_LogoDer niedersächsische Landesverband des Kinderschutzbundes hat in seiner Jahresversammlung am 23. April in Osnabrück deutlich gemacht, dass das Kinderrecht auf Beteiligung herausragende Bedeutung hat. Der amtierende Landesvorstand ist bestätigt und erweitert worden.

Der Jugendrat, der sich seit September letzten Jahres im Kinderschutzbund Niedersachsen engagiert, hat mehr als eintausend Schülerinnen und Schülern gefragt, welche Themen ihnen wichtig sind und ob sie das Gefühl haben, dass ihre Meinung in unserer Gesellschaft zählt. Das Ergebnis zeigt, dass die Hälfte der Kinder und Jugendlichen unzufrieden mit der Schule sind und nicht das Gefühl haben, dass sie Einfluss nehmen können. Das Ziel ist, diese Stimmen mit der niedersächsischen Kinderkommission, die im Sommer ihre Arbeit aufnimmt, zu diskutieren. "Denn es soll nicht nur über, sondern mit uns gesprochen werden!" so das Anliegen der Jugendlichen.

Johannes Schmidt, Landesvorsitzender, betont: "In der niedersächsischen Landesverfassung sind die Kinder mit dem Recht auf Schutz und Förderung ausgestattet - das Recht auf Beteiligung steht ihnen genauso zu. Denn Kinder zu beteiligen ist kein pädagogisches Anliegen, sondern ein politischer Grundsatz!" Daher setzen sich die Jugendlichen im Landesverband ihre Themen und Ziele selbst. Der Jugendrat sei kein Organ in der Satzung des Verbandes, so Schmidt, sondern "eine Gruppe im Kinderschutzbund Niedersachsen, die mit uns zusammenarbeitet, die wir aktiv unterstützen und die sich selbstbestimmt engagiert."

Mit der Verabschiedung des Positionspapieres "Kinderrechte und Kinderschutz in der Ganztags(grund)schule" haben die Delegierten die Beteiligungsrechte von Kindern und Jugendlichen als Kernelement für die Schule hervorgehoben. "Wir setzen uns dafür ein, dass das Schulsystem Bildungsprozesse fördert, Schülerinnen und Schülern mitbestimmen lässt und Leistungsdruck abbaut." erklärt Schmidt.

In der anschließenden Wahl ist der amtierende Landesvorstand unter Johannes Schmidt bestätigt und erweitert worden.

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Pressemitteilung DKSB NDS, 25.04.2016

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Familien in Niedersachsen