Jahrestagungen 2008 bis 2011

Begleitend zum Modellprojekt "Koordinierungszentren Kinderschutz - Kommunale Netzwerke Früher Hilfen" haben das Niedersächsische Sozialministerium und das ISA Münster einmal im Jahr alle Akteure zu einer Fachtagung eingeladen. Dabei wurde Bilanz gezogen und die Ergebnisse bzw. Materialien der Koordinierungszentren Kinderschutz vorgestellt.

Jahrestagung 2011

KoordinierungszentrenKS_Fachtag-2011_Özkan Eine Fülle bewährter Ergebnisse, die für die flächendeckende Entwicklung lokaler Netzwerke in Niedersachsen und darüber hinaus wegweisend sind - so die Bilanz der vier Koordinierungszentren Kinderschutz nach vier Jahren. 2007 hat Niedersachsen das Modellprojekt "Koordinierungszentren Kinderschutz - Kommunale Netzwerke Früher Hilfen" an den Standorten Braunschweig, Hannover, Lüneburg und Oldenburg auf den Weg gebracht. Bei der Jahrestagung am 28. November 2011 in Hannover wurden vor rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Ergebnisse der einzelnen Standorte präsentiert, der Abschlussbericht vorgelegt und über die weitere Entwicklung diskutiert.

Seit Start des Modellprojekts haben die beteiligten Standorte auf der Grundlage einer umfassenden Bestandsaufnahme enge Kooperationsbezüge zwischen den im Kinderschutz tätigen Akteurinnen und Akteuren hergestellt. Handlungsabläufe zur Verbesserung des Kinderschutzes wurden vor Ort entwickelt und erprobt und vielfältige Kooperationsvereinbarungen abgeschlossen, die die Zusammenarbeit der Institutionen zum Schutz von Kindern festschreiben.

Aufgrund der positiven Bilanz will das Niedersächsische Sozialministerium die Arbeit der Modellstandorte auch nach dem Ende der Projektphase unterstützen. Das Land wird dafür jährlich 150.000 Euro zur Verfügung stellen, kündigte Sozialministerin Aygül Özkan an. Die Kommunen werden sich mit 50 Prozent an der Finanzierung der Koordinierungszentren beteiligen. Mit der Überführung zur dauerhaften Institution sollen die vielfältigen Erfahrungen aus dem Modellprojekt allen interessierten Kommunen zugänglich gemacht werden. Ab 2012 werden die Koordinierungszentren deshalb selbst eine Beratung zum Auf- und Ausbau kommunaler Kinderschutz-Netzwerke anbieten.

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Jahrestagung 2010

Fachtag-Koordinierungszentren-Kinderschutz_Lüneburg_27-9-10_2Zur dritten Jahresfachtagung des Modellprojekts "Koordinierungszentren Kinderschutz - Kommunale Netzwerke Früher Hilfen" hat das Niedersächsische Sozialministerium am 27. September 2010 eingeladen. Als besonders positiv bewertete Ministerin Aygül Özkan vor rund 180 Teilnehmenden in der Leuphana Universität in Lüneburg das große Interesse an den Koordinierungszentren Kinderschutz: Mit dem Angebot des Sozialministeriums für eine externe Beratung beim Auf- und Ausbau eigener Netzwerke Früher Hilfen sei es gelungen, den Ansatz des Modellprojekts zu multiplizieren. 19 weitere Jugendämter haben das Angebot angenommen. Die hergestellten Netzwerke, die Vielzahl der abgeschlossenen Kooperationsvereinbarungen, aber auch das Zustandekommen von neuen Fortbildungsangeboten und die spezifische Qualifizierung von Fachkräften belegen die Erfolge des Modellprojekts.

Das Modellprojekt, das ursprünglich bis Ende 2010 laufen sollte, wird auch in 2011 vom Land gefördert. In den nächsten Monaten steht die Erweiterung der Netzwerke an: so sollen beispielsweise die Familienservicebüros und Grundschulen eingebunden werden.

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Jahrestagung 2009

Fachtag Koordinierungszentren Kinderschutz in Oldenburg, 18.11.09Bereits zum zweiten Mal veranstaltete das Niedersächsische Sozialministerium eine Jahresfachtagung zum Modellprojekt "Koordinierungszentren Kinderschutz - Kommunale Netzwerke Früher Hilfen". Am 18. November 2009 wurden im Alten Landtag der Stadt Oldenburg die bisherige Entwicklung und Erfahrungen der vier Modellstandorte vorgestellt. In ihrer Eröffnungsrede bewertete Sozialstaatssekretärin Dr. Christine Hawighorst die Zwischenbilanz der Koordinierungszentren Kinderschutz als erfolgreich.

In den vergangen zwei Jahren haben in Braunschweig, Hannover, Lüneburg und Oldenburg die Träger der Kinder- und Jugendhilfe und die Handelnden des Gesundheitswesens verbindliche Reaktionsketten erarbeitet. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Entstanden ist ein kommunales Netz früher Hilfen. Es versetzt Städte und Gemeinden in die Lage, bei den ersten Anzeichen von Vernachlässigung oder Gewalt gegen Kinder wirksam zu reagieren.

Der Zwischenbericht, der auf der Fachtagung vorgestellt wurde, dokumentiert den jeweiligen Umsetzungsstand der einzelnen Modellstandorte. So haben diese seit dem letzten Zwischenbericht im Jahre 2008 das positive Umfeld für die Projektvorhaben weiterentwickelt, die Projektstrukturen gefestigt und eine differenzierte Bestandserhebung durchgeführt. Parallel dazu wurde intensiv an der Erstellung und Realisierung verbindlicher Handlungsabläufe gearbeitet. Darüber hinaus wird bereits an drei Standorten neben den unter Dreijährigen die Gruppe der Vorschulkinder in das Projekt eingebunden.

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Jahrestagung 2008

Hanna Legatis, Moderatorin der Fachtagung, Friederike Harlfiger, Bürgermeisterin der Stadt Braunschweig, Sozialministerin Mechthild Ross-Luttman und Ulrich Markurth, Sozialdezernent der Stadt BraunschweigIhre bisherige Entwicklung und Erfahrungen haben die vier vom Land geförderten Koordinierungszentren Kinderschutz am 5. November 2008 bei einer Fachtagung in Braunschweig vorgestellt. In ihrer Eröffnungsrede bewertete Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann die Startphase der Modellstandorte als erfolgreich.

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Link zur Website des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung
Familien in Niedersachsen