Neue Website informiert über Schutz­konzepte in Flücht­lings­unter­künften

1. Juni 2017

Eine neue Website von Bundesfamilienministerium und UNICEF soll Organisatorinnen und Organisatoren sowie Mitarbeitenden von Flüchtlingsunterkünften bei der Entwicklung und Umsetzung von Schutzkonzepten helfen. Auf www.gewaltschutz-gu.de sind Materialien und Instrumente veröffentlicht, die bei der Erstellung, Umsetzung und dem Monitoring von Schutzkonzepten in Flüchtlingsunterkünften verwendet werden können. Sie richten sich an Gewaltschutzkoordinatorinnen und Gewaltschutzkoordinatoren, aber auch an Unterkunftsleitungen und andere Mitarbeitende in Flüchtlingsunterkünften.

Mindeststandards in Flüchtlingsunterkünften
Die Materialen sind in der Rubrik "Toolbox" zu finden und geben Schritt für Schritt konkrete Hilfestellungen bei einer Bedarfs- und Risikoanalyse. Sie basieren auf den Mindeststandards, die das Bundesfamilienministerium und UNICEF gemeinsam mit der Bundesinitiative "Schutz von Frauen und Kindern vor Gewalt in Flüchtlingsunterkünften" erarbeitet haben.

Mindesstandards-zum-Schutz-von-Kindern+Frauen-in-Flüchtlingsunterkünften_Cover_sBei den Mindeststandards handelt es sich um Leitlinien für die Erstellung und Umsetzung von einrichtungsinternen Schutzkonzepten. Erfasst werden insbesondere die Bereiche Personal, strukturelle und bauliche Voraussetzungen, das Risikomanagement bei Gewalt- und Gefährdungssituationen sowie das Monitoring der erzielten Fortschritte.

Im Rahmen der seit Frühjahr 2016 laufenden Bundesinitiative fördert das Bundesfamilienministerium bis Jahresende in rund 100 Flüchtlingsunterkünften Gewaltschutzkoordinierende. Diese sollen als Vorbild fungieren und möglichst weiteren interessierten Flüchtlingsunterkünften bei der Etablierung von Schutzkonzepte helfen.

Finanzierung von baulichen Schutzmaßnahmen
Um die Kommunen noch stärker bei der Umsetzung von Schutzmaßnahmen zu unterstützen, hat das Bundesfamilienministerium gemeinsam mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ein Investitionskreditprogramm aufgelegt, mit dem Kommunen vergünstigte Kredite für Neu- und Umbauten, den Erwerb, die Modernisierung sowie die Ausstattung von Flüchtlingsunterkünften finanzieren können. Mit einem Gesamtvolumen von bis zu 200 Millionen Euro sollen so Mindeststandards zum Schutz von Frauen, Kindern und weiteren schutzbedürftigen Personengruppen umgesetzt werden. Die Kreditlaufzeit und Zinsbindung betragen zehn Jahre -bei einem Zinssatz von aktuell einheitlich 0,0 Prozent pro Jahr. Eine Antragstellung ist bis zum 31.12.2017 möglich.

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