COVID-19 und grenzüberschreitende Familienkonflikte

11. August 2020

Für Kinder ist es wichtig, die Auswirkungen der Pandemie zu verstehen. Ihre Zweifel und Besorgnis in Bezug auf die neue Situation sollten gemeinsam mit ihnen besprochen werden. So kann ein Elternteil beispielsweise erklären, dass die Kontakte zum anderen Elternteil begrenzt sein können, die Situation aber nur vorübergehend besteht und das Kind in dieser Zeit mit dem Elternteil kommunizieren kann, wann immer es möchte. Aber auch die beteiligten Elternteile müssen verstehen, dass in Zeiten von COVID-19 aufgrund von Gesundheitsrisiken ein persönliches Treffen mit dem anderen Elternteil evtl. nicht im Interesse des Kindes ist. Jedoch ist COVID-19 kein Grund, um eine Rückführung des Kindes zum anderen Elternteil zu vermeiden.

Daher ist eine verstärkte Zusammenarbeit sowie ein verbesserter Informationsfluss zwischen zentralen Behörden, Justizbehörden und Fachkräften über die Auswirkungen von COVID-19 in beiden Ländern notwendig, um die Rechte der Kinder zu schützen, einschließlich der sicheren Rückführung des Kindes und zügigen Vollstreckung von Gerichtsbeschlüssen.

Factsheet und Beratung
Der International Social Service (ISS) hat ein Factsheet zu COVID-19 in Zusammenhang mit grenzüberschreitenden Familienkonflikte in deutscher und englischer Sprache veröffentlich. Dieses enthält Hinweise, wie internationale Standards auch in Zeiten der globalen Pandemie angewandt werden können. Für eine gezielte Beratung steht auch der Internationale Sozialdienst (ISD) im Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. telefonisch und per E-Mail zur Verfügung.

Über den International Social Service (ISS)

Der International Social Service (ISS) wurde 1924 gegründet, hat weltweite Zweigstellen und kümmert sich um die Belange von Kindern und ihren Eltern. Dazu gehört auch der Internationale Sozialdienst (ISD) im Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge e. V. als deutsche Zweigstelle des ISS. Gleichzeitig hat der ISD das Mandat der Zentralen Anlaufstelle für grenzüberschreitende Kindschaftskonflikte (ZAnK) inne. Der ISD bearbeitet Fälle mit Auslandsbezug und berät bundesweit kostenfrei die Träger der Sozialarbeit, Behörden, Gerichte, Rechtsanwälte und Privatpersonen. Dabei steht das Kindeswohl im Mittelpunkt.

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Das Factsheet steht auf der Website des Deutschen Verein als Download zur Verfügung.

Quelle: Deutscher Verein, 30.06.2020

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Zentrale Anlaufstelle für grenzüberschreitende Kindschaftskonflikte
Internationaler Sozialdienst (ISD)
im Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V.
Michaelkirchstr. 17-18
10179 Berlin-Mitte
T (030) 62 98 04 03
info@ZAnK.de
www.zank.de

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