KontaCt 2020 – Bundesweite, kostenlose Beratung auf Zeit für von Corona betroffene Menschen

24. April 2020

"Corona ist die Krankheit der Einsamkeit" das gilt für die Erkrankten, aber auch für ihre Angehörigen, Freundinnen und Freunde. KontaCt2020 erweitert das vorhandene Spektrum der Unterstützung durch eine kostenlose Beratungspatenschaft auf Zeit per Telefon, Skype, E-Mail: Beratungserfahrene Menschen begleiten jeweils eine von Corona erschütterte Person (COVID-19 erkrankt, Familienmitglied oder Freundin / Freund, Mitarbeitende im Gesundheitswesen) für die Dauer der individuellen Krise. Kontakte können nach Absprache täglich stattfinden und sind damit in der akuten und zeitlich begrenzten Krise besonders flexibel. Die Patenschafts-Begleitung ersetzt jedoch keine Psychotherapie oder ärztliche Behandlung.

Die Patinnen und Paten unterstützen, hören zu, strukturieren, holen Informationen ein und regen nächste konkrete Schritte an. Dabei orientieren sie sich stets an den persönlichen Ressourcen der Betroffenen und begleiten sie weltanschaulich offen. Die Beraterinnen und Berater können Rituale und Möglichkeiten für innere Verbundenheit anregen, wenn aus Infektionsschutzgründen keine Besuche und im besonderen Fall des Todes keine Abschiednahme mehr möglich sind.

Unter der Telefonnummer 0228 / 24 33 16 60 ist täglich für zwei Stunden eine professionelle Ansprechperson erreichbar. Betroffene dürfen sich aber auch gern per Mail unter kontact2020@web.de melden.

Beratungskompetente Menschen, die das Projekt unterstützen möchten, können sich per E-Mail oder Telefon melden. Zu den verschiedenen Möglichkeiten einer Mitarbeit gibt es weitere Informationen unter www.chrispaul.de/kontact2020 Die Website bietet außerdem hilfreiche Links mit Informationen zu einer COVID-19-Krisenbegleitung.

Hintergrund

"Corona ist die Krankheit der Einsamkeit - das gilt für die Erkrankten, aber auch für ihre Familienangehörigen, Freundinnen und Freunde", so die Leiterin des TrauerInstitutes Deutschland, Chris Paul. Abstandhalten ist die wichtigste Maßnahme, um weitere Infektionen zu vermeiden. Für Erkrankte mit geringen Symptomen bedeutet dies - Isolation im häuslichen Umfeld, für schwer Erkrankte Behandlung auf einer Intensivstation - umgeben von Menschen in Schutzkleidung. Besuch ist verboten, auch ehrenamtliche Betreuung ist nicht erlaubt. An- und Zugehörige leben in Quarantäne ohne Zugang zu den Menschen, um die sie sich sorgen. Besuche und Abschiednahmen sind selbst im Sterbefall aus Seuchenschutzgründen nicht möglich. Um in solchen Krisensituationen für die betroffenen Menschen da zu sein, hat Chris Paul am 30. März 2020 das ehrenamtliche psychosoziale Begleitungsangebot KontaCt 2020 gestartet.

KontaCt 2020 wird inhaltlich unterstützt durch den Bundesverband Trauerbegleitung e.V., den Bundesverband Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister in Deutschland e.V., TrauerInstitut Deutschland, das Netzwerk für die Versorgung schwerkranker Kinder und Jugendlicher e.V. und TrauerInstitut Deutschland.

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Link zur Website des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung
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