Opferhilfe

Psychosoziale Prozessbegleitung

Eine besonders intensive Form der Unterstützung stellt die psychosoziale Prozessbegleitung der Stiftung Opferhilfe Niedersachsen dar. Sie setzt den Fokus auf diejenigen Menschen, die aus den verschiedensten Gründen nach dem Erleben einer Straftat besonders schweren Belastungen ausgesetzt sind, wie beispielsweise Kinder und Jugendliche. Die psychosozialen Prozessbegleiterinnen und Prozessbegleiter unterstützen Opferzeuginnen und Opferzeugen sowie deren Angehörige umfassend vor, während und nach dem Strafverfahren. Auch im Alltag leisten sie eine wichtige Hilfestellung in den ganz individuellen Problemlagen.

Was leistet die Psychosoziale Prozessbegleitung?

  • Eine frühzeitige, engmaschige und individuelle Hilfestellung in allen Lebensbereichen, die in Folge der Straftat beeinträchtigt worden sind.
  • Eine enge Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern/-partnerinnen und der Justiz durch die Vermittlung zwischen allen Verfahrensbeteiligten.
  • Eine Sicherstellung der Rechte der Opferzeuginnen und -zeugen innerhalb des Strafverfahrens in Zusammenarbeit mit der anwaltlichen Vertretung.
  • Eine ausführliche Information über das Ermittlungs- und Strafverfahren.
  • Umfassende Vorbereitung auf die Hauptverhandlung.
  • Die Vermittlung von Strategien zur Bewältigung von Ängsten.
  • Die Unterstützung bei der schnellen Reintegration.

Wie arbeitet die psychosoziale Prozessbegleitung?
Die psychosoziale Prozessbegleitung wird durch speziell ausgebildete Fachkräfte durchgeführt. Der Einstieg in die psychosoziale Prozessbegleitung ist in jedem Stadium des Verfahrens möglich. Es werden keine Gespräche über die zugrundeliegende Straftat geführt. Welche Form der Unterstützung jeweils geeignet ist, entscheidet die psychosoziale Prozessbegleiterin oder der psychosoziale Prozessbegleiter vor Ort im Einzelfall. Die psychosoziale Prozessbegleitung ersetzt sie keine ggf. erforderliche Therapie oder Rechtsberatung.

Seit dem 01.01.2017 besteht ein bundesweiter gesetzlicher Anspruch auf psychosoziale Prozessbegleitung. Das Gericht entscheidet auf Antrag über die Beiordnung einer psychosozialen Prozessbegleitung. Im Falle der Beiordnung entstehen keine Kosten. Alle anderen Verletzten können das Angebot ebenfalls in Anspruch nehmen. Die Kosten werden vom Gericht jedoch dann nicht übernommen.

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Kontakt

Stiftung Opferhilfe Niedersachsen
Geschäftsstelle der Geschäftsführung
Mühlenstraße 5
26122 Oldenburg
T (0441) 220 11 11
Opferhilfe@justiz.niedersachsen.de
www.opferhilfe.niedersachsen.de

Flyer für Opferzeuginnen und Opferzeugen

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