Anstieg der Sorge­rechts­entzüge bei Fremd­unter­bringungen

Die KomDat-Ausgabe 1/2013 beschäftigt sich mit Sorgerechtsentzügen bei Vollzeitpflege oder Heimunterbringung: Kinder- und Jugendhilfe ist eine sozialpädagogische Dienstleistung für junge Menschen und deren Familien - sie hat aber zugleich auch einen Kontroll- und Interventionsauftrag im Falle einer fehlenden oder versagenden elterlichen Erziehungsverantwortung. Die zum Teil notwendige Nähe zu einem hoheitsstaatlichen Eingriffsinstrumentarium wird in der Alltagspraxis vor allem bei Fremdunterbringungen deutlich, nämlich dann, wenn diese nur mit teilweisem oder vollständigem Entzug der elterlichen Sorge möglich sind. In der KomDat-Ausgabe 1/2013 untersucht die Dortmunder Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik genau diese Fallkonstellationen für Vollzeitpflege und Heimerziehung. Das Fazit:

  • Sorgerechtliche Maßnahmen sind bei jeder fünften Fremdunterbringung notwendig
  • Unterbringungen mit Sorgerechtsentzügen sind auch eine Frage des Alters: Je jünger die Kinder bei der Gewährung einer Fremdunterbringung sind, desto höher ist der Anteil der sorgerechtlichen Maßnahmen bei Vollzeitpflegehilfen und Heimunterbringungen.
  • Es gibt regionale Unterschiede bei der Zusammenarbeit von ASD und Familiengerichten

Ein Interview mit einer Kommentierung der Zahlen durch Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Wiesner ergänzt die statistische Auswertung.

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Zum Nachlesen steht die KomDat-Ausgabe 1/2013 als Download unter www.akjstat.tu-dortmund.de zur Verfügung.

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Link zur Website des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung
Familien in Niedersachsen