NRW: Kein Kind zurücklassen – Abschlussbericht zum Modellprojekt

21. Juli 2016

Kein-Kind-zurücklassen_LogoNach vier Jahren Präventionsarbeit im Lernnetzwerk hat die Landeskoordinierungsstelle "Kein Kind zurücklassen!" Bilanz gezogen und einen Abschlussbericht vorgelegt. Im Lernnetzwerk des nordrhein-westfälischen Landesmodellvorhabens mit 18 Modellkommunen hat sich ein Qualitätskreislauf herausgebildet, der speziell für den Aufbau einer Präventionskette in der kommunalen Struktur passt.

Bilanz und Handreichung
Der Abschlussbericht der Landeskoordinierungsstelle zeigt die Möglichkeiten, von unterschiedlichsten Startpunkten aus in den Aufbau einer Präventionskette einzusteigen und deren Qualität gemeinsam weiterzuentwickeln. Der Bericht identifiziert zusätzlich weitere Standards bei der Arbeit mit Präventionsketten, um dem langfristigen Ziel "Kein Kind zurückzulassen" wieder ein Stück näher zu kommen. Beispiele aus den Kommunen machen plastisch, wie die jeweiligen Stationen erfolgreich mit allen entscheidenden Akteuren aus der Kommune umgesetzt werden können. Das Schlusskapitel präsentiert Praxis zum Nachmachen auf der konkreten Angebotsebene. Von der Schwangerschaft bis zum Berufseinstieg fädelt es gelungene Praxisbeispiele aus den Modellkommunen auf eine Präventionskette, die Angebote für Kinder und Jugendliche aller Altersstufen enthält.

Nach der Auswertung in 18 Modellkommunen soll "Kein Kind zurücklassen!" nun für alle Städte und Gemeinden in NRW geöffnet werden.

Wissenschaftliche Begleitforschung
Wie die kommunalen Präventionsmaßnahmen wirken, haben außerdem sechs Forschungsorganisationen im Auftrag und in Kooperation mit der Bertelsmann Stiftung analysiert. Auch hierfür liegt ein zusammenfassender Bericht vor. Das Fazit: Die Forschungsergebnisse weisen insbesondere darauf hin, dass Angebote des Gesundheitssektors einen meist noch unterschätzten Einstieg für die Arbeit mit belasteten und schwer erreichbaren Familien ermöglichen. So werden Dienste und Angebote von Kinderärzten und Familienhebammen weitaus selbstverständlicher in Anspruch genommen als Angebote der Jugendhilfe. Eine stärkere Integration des Gesundheitsbereichs in die lokalen Präventionsketten schafft viele Möglichkeiten, den Zugang vor allem zu Kindern und Familien in Risikolagen zu verbessern.

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Kein-Kind-zurücklassen_Bericht_CoverLandeskoordinierungsstelle "Kein Kind zurücklassen! Kommunen in NRW beugen vor":
Bericht der Landeskoordinierungsstelle zur fachlichen Begleitung des Lernnetzwerks und der Modellkommunen
2016
99 Seiten

Kein-Kind-zurücklassen_Forschungsbericht_CoverBertelsmann Stiftung (Hrsg.):
Die Wirkungsweise kommunaler Prävention.
Zusammenfassender Ergebnisbericht der wissenschaftlichen Begleitforschung

2016
88 Seiten

Beide Berichte sowie weitere Informationen stehen auf www.kein-kind-zuruecklassen.de zur Verfügung.

Weitere Informationen zu den Ergebnissen der Begleitforschung auf www.bertelsmann-stiftung.de.

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Link zur Website des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung
Familien in Niedersachsen