Prävention sexueller Gewalt

Sichere Orte

Wie lassen sich Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit Behinderungen gegen sexuelle Übergriffe schützen? Dieser Frage widmete sich von September 2010 bis Dezember 2011 das Modellprojekt "Sichere Orte für Kinder – Institutionelle Qualitätsentwicklung zur Prävention von und Intervention bei (sexualisierter) Gewalt gegen Mädchen und Jungen durch Mitarbeitende". In dem vom Land Niedersachsen geförderten Projekt haben verschiedene Einrichtungen der Behindertenhilfe unter Anleitung der Kinderschutz-Zentren Hannover und Oldenburg praktische Tipps und Handlungsmöglichkeiten selbst erarbeitet.

Zwei Jahre lang haben die Kinderschutz-Zentren Hannover und Oldenburg drei Piloteinrichtungen in Hannover, Oldenburg und Braunschweig zu Kinderschutzkonzepten beraten. Dabei entwickelten Mitarbeitende und Einrichtungsleitungen zusammen mit behinderten und nichtbehinderten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen Methoden, um die Gefahr von sexuellen Übergriffen zu bannen.

Sichere-Orte_Herschelmann-Möllmann-Böer_12-10-12_mDie entstandenen Regelwerke lassen sich als "Ampeln" mit zulässigen ("grün"), kritischen ("gelb") und verbotenen ("rot") Handlungen sowohl für die Kinder und Jugendlichen wie auch für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einfach darstellen.

Die Selbstkontrolle der eigenen Handlungen führt bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu mehr Sicherheit im Umgang mit an stark Hilfebedürftigen, so die Erfahrung des Pilotprojekt in Oldenburg - Im Haus Regenbogen der Diakonie leben 60 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit Behinderungen. Gleichzeitig wird ein Instrumentarium erlernt, das als Frühwarnsystem wirkt und bei der Grenzsetzung hilft.

Dr. Michael Herschelmann vom Kinderschutz-Zentrum ist sich sicher, dass Einrichtungen mit einem eigenen Präventionskonzept für Täter und Täterinnen unattraktiver sind.

Foto: Frerk Hinrichs / Diakonie im Oldenburger Land, v.l.n.r.: Dr. Michael Herschelmann, Kinderschutz-Zentrum Oldenburg, Antje Möllmann, Kinderschutz-Zentrum Hannover, und Andreas Böer, Niedersächsisches Sozialministerium

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Kontakt

Kinderschutz-Zentrum Hannover
Escherstraße 23
30159 Hannover
T (0511) 374 34 78
F (0511) 374 34 80
info@ksz-hannover.de
www.ksz-hannover.de

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