Videoprojekt über sexuelle Grenzverletzungen bei Menschen mit Behinderung: Betroffene und Kooperationspartner gesucht

18. Februar 2016

Menschen mit Behinderung unterliegen einem zwei- bis dreimal höheren Risiko, Opfer von sexueller Grenzverletzung zu werden. Zudem ist die Aufklärung solcher Fälle schwierig, da Symptome wie Angst vor körperlicher Nähe, Depressionen und andere psychosoziale und psychische Folgen meist unerkannt bleiben oder fehlgedeutet werden.

Das Medienprojekt Wuppertal plant für eine Dokumentation zu diesem Thema Interviews mit Betroffenen und deren Angehörigen sowie mit Personen aus der Arbeit mit Menschen mit Behinderung und Experten aus Beratungsstellen. Der Schutz der Intimsphäre der interviewten Personen wird hierbei gewährleistet. Die filmischen Aufnahmen werden in Absprache mit dem Interviewten durchgeführt.

Die Dokumentation will dem großen Tabu der sexuellen Grenzverletzung bei Menschen mit Behinderung entgegenwirken. Themenschwerpunkte sind u. a. die psychischen Auswirkungen auf die Geschädigten, das unterschiedliche Erleben und Verarbeiten sexueller Traumatisierung, Schutz- und Risikofaktoren sexueller Übergriffe, Behinderung und Sexualität, Konzepte der Präventionsarbeit in Einrichtungen.

Der Film soll 2016 produziert werden. Nach seiner Fertigstellung wird er öffentlich im Kino präsentiert und auf DVD für die Bildungs- und Präventionsarbeit vertrieben.

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Kontakt für interessierte Personen und Institutionen

Medienprojekt Wuppertal
Sebastian Bergfeld, Andreas von Hören
T (0202) 563 26 47
info@medienprojekt-wuppertal.de

Medienprojekt Wuppertal vom 19.01.2015

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