Kriminalstatistik 2019: Zahlen zu kind­lichen Gewalt­opfern

Im Jahr 2019 hat sich bei allen Aktivitäten zum Kinderschutz nur wenig zum Positiven verändert und gleichzeitig zeichnen sich bezüglich sexueller Gewalt eher besorgniserregende Tendenzen ab, so das Fazit bei der Pressekonferenz zu den Zahlen kindlicher Gewaltopfer nach der Polizeilichen Kriminalstatistik 2019. Die Deutsche Kinderhilfe – Die ständige Kindervertretung e.V. hat am 11. Mai 2020 gemeinsam mit Holger Münch, Präsident des Bundeskriminalamtes, Dr. Ralf Kownatzki, Kinderarzt und Vorsitzender des Vereins RISKID e.V., und Johannes-Wilhelm Rörig, Unabhängiger Beauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, die Zahlen vorgestellt.

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Inobhutnahmen in Niedersachsen in 2018

LSN_Landesamt-für-Statistik-Nds_LogoIn Niedersachsen haben die Jugendämter im Jahr 2018 insgesamt 5.288 Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche durchgeführt, was gegenüber dem Vorjahr einen leichten Rückgang bedeutet (2017: 5.321 Inobhutnahmen). Davon war in 870 Fällen bzw. in 17 Prozent eine unbegleitete Einreise Grund für die Inobhutnahme. Dazu berichtet das Statistische Landesamt Niedersachsen in der Ausgabe 12/2019 der Statistischen Monatshefte.

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Hilfen zur Erziehung 2018: erstmals über 1 Million

Destatis-Statistisches-Bundesamt_LogoIm Jahr 2018 haben die Träger der Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland mehr erzieherische Hilfen für Menschen unter 27 Jahren gewährt als jemals zuvor: Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, wurden erzieherische Hilfen in rund 1.003.000 Fällen in Anspruch genommen. Das waren knapp 17.500 mehr als 2017 (+1,8 Prozent). Innerhalb von zehn Jahren ist die Inanspruchnahme um gut ein Viertel gestiegen.

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Weibliche Genitalverstümmelung in Deutschland: Dunkelzifferstatistik 2018

Terre-des-femmes_LogoJedes Jahr sind mehr Mädchen und Frauen in Deutschland von Genitalverstümmelung betroffen. Seit 2018 stiegen die Zahlen um acht Prozent an, im Vergleich zu 2014 sogar um 44 Prozent. Insgesamt sind in Deutschland demnach rund 70.218 von weiblicher Genitalverstümmelung betroffen, mehr als 17.600 Mädchen sind gefährdet, beschnitten zu werden. Das zeigt die aktuelle Dunkelzifferstudie des Menschenrechtsvereins Terre des Femmes, die Mitte Oktober 2019 veröffentlicht wurde. Die detaillierte Statistik der Dunkelzifferstudie für Deutschland inklusive der Aufschlüsselung nach Bundesländern steht auf www.frauenrechte.de zur Verfügung.

Kindeswohlgefährdungen 2018

Destatis-Statistisches-Bundesamt_LogoIm Jahr 2018 haben die Jugendämter in Deutschland bei rund 50.400 Kindern und Jugendlichen eine Kindeswohlgefährdung festgestellt. Das waren 10 Prozent oder rund 4.700 Fälle mehr als im Vorjahr. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, ist dies nicht nur der höchste Anstieg, sondern auch der höchste Stand an Kindeswohlgefährdungen seit Einführung der Statistik im Jahr 2012. Insgesamt prüften die Jugendämter rund 157.300 Verdachtsfälle im Rahmen einer Gefährdungseinschätzung.

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Inobhutnahmen in 2018

Destatis-Statistisches-Bundesamt_LogoIm Jahr 2018 führten die Jugendämter in Deutschland rund 52.600 vorläufige Maßnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen (Inobhutnahmen) durch. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, waren das knapp 8.800 Fälle weniger als im Vorjahr (-14 Prozent). Hauptgrund für diese Entwicklung ist der deutliche Rückgang an Inobhutnahmen von unbegleitet eingereisten Minderjährigen aus dem Ausland.

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Kriminalstatistik 2018: Zahlen zu kind­lichen Gewalt­opfern

Die Entwicklungen für einen verbesserten Kinderschutz bleiben erneut aus, so das Fazit bei der Pressekonferenz zu den Zahlen kindlicher Gewaltopfer nach der Polizeilichen Kriminalstatistik 2018. Die Deutsche Kinderhilfe – Die ständige Kindervertretung e.V. hat am 6. Juni 2019 gemeinsam mit Holger Münch, Präsident des Bundeskriminalamtes, Kathinka Beckmann, Professorin für klassische und neue Arbeitsfelder der Pädagogik der Frühen Kindheit an der Hochschule Koblenz und Johannes-Wilhelm Rörig, Unabhängiger Beauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, die Zahlen vorgestellt.

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Jugendhilfestatistik Niedersachsen 2017

Jugendhilfe-2017_LSNDas Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) hat den statistischen Bericht zur Jugendhilfe 2017 vorgelegt. Er umfasst Statistiken zur den erzieherischen Hilfen, zur Eingliederungshilfe für seelisch behinderte junge Menschen, Hilfen für junge Volljährige und andere Aufgaben der Jugendämter. Der Bericht gibt außerdem Auskunft zu Adoptionen, Pflegschaften, vorläufigen Schutzmaßnahmen und Gefährdungseinschätzungen der Jugendämter. Aufgeführt werden außerdem die Ausgaben und Einnahmen für Einrichtungen der Jugendhilfe, Ausgaben für Einzel- und Gruppenhilfen und zur Förderung der freien Träger nach Hilfearten. Download von der Website des LSN: Statistischer Bericht K I 3 - j / 2017, Jugendhilfe 2017

Gefährdungseinschätzungen in Niedersachsen in 2017

LSN_Landesamt-für-Statistik-Nds_LogoDie Jugendämter in Niedersachsen haben im Jahr 2017 insgesamt 10.987 Verfahren zur Einschätzung des Kindeswohles, sogenannte Gefährdungseinschätzungen, durchgeführt. Wie das Landesamt für Statistik mitteilt, entspricht dies einem Anstieg von 7,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2016: 10.220 Verfahren). Insgesamt waren im Jahr 2017 mit 53,2 Prozent (5.846) der Verfahren mehr Jungen als Mädchen (46,8 Prozent, 5.141 Verfahren) betroffen.

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Monitor Hilfen zur Erziehung 2017

Monitor-Hilfen-zur-Erziehung-2018_CoverDie Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik (AKJStat) hat die vierte Ausgabe des Monitor Hilfen zur Erziehung vorgelegt. Die Datengrundlage der Analysen sind die Ergebnisse der Kinder- und Jugendhilfestatistik bis zum Berichtsjahr 2016. Mit dem Monitor Hilfen zur Erziehung soll ein Beitrag geleistet werden, das empirische Wissen zu den Hilfen zur Erziehung zu erhöhen. Die Veröffentlichung richtet sich gleichermaßen an Fachpraxis, Politik und Wissenschaft.

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Inobhutnahmen in 2017

Destatis-Statistisches-Bundesamt_LogoIm Jahr 2017 führten die Jugendämter in Deutschland rund 61.400 vorläufige Maßnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen (Inobhutnahmen) durch. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, wurden die Inobhutnahmen überwiegend von sozialen Diensten und Jugendämtern (58 Prozent) angeregt.

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Kriminalstatistik 2017: Zahlen zu kindlichen Gewaltopfern

Im vergangenen Jahr wurden 143 Kinder getötet. Fast 78 Prozent von ihnen waren zum Zeitpunkt des Todes jünger als sechs Jahre. Die Zahlen zu Misshandlungen an Kindern stagnieren seit Jahren auf einem hohen Niveau. 4.208 Kinder waren hiervon betroffen, 43 Prozent von ihnen haben das 6. Lebensjahr noch nicht vollendet. Das sind die aktuellen Zahlen zu kindlichen Gewaltopfern aus der Kriminalstatistik 2017, die die Deutsche Kinderhilfe, das Bundeskriminalamt und der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs am 5. Juni 2018 vorgestellt haben.

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25 Prozent mehr junge Menschen begannen im Jahr 2015 eine Heim­erziehung

Destatis-Statistisches-Bundesamt_LogoFür 49.500 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene begann im Jahr 2015 die Erziehung in einem Heim oder in einer betreuten Wohnform. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 25 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Bei den Jungen und jungen Männern stieg die Zahl um 46 Prozent auf 32.800. Dabei nahm der Anteil der Jungen und jungen Männer mit Migrationshintergrund von knapp 40 Prozent im Jahr 2014 auf 62 Prozent zu.

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Datenreport Frühe Hilfen 2015

Nationales-Zentrum-Frühe-Hilfen_LogoWarum nehmen einige Familien Angebote der Frühen Hilfen an, andere jedoch nicht? Welche Familien profitieren besonders und wo besteht Handlungsbedarf? Antworten auf diese Fragen liefert der Datenreport Frühe Hilfen 2015, der vom Nationalen Zentrum Frühe Hilfen in Kooperation mit der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik an der Technischen Universität Dortmund herausgegeben wurde.

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Maßnahmen der Familien­gerichte bei Gefähr­dungen des Kindes­wohls

KomDat_LogoIn der KomDat-Ausgabe 1/2015 geht es u.a. um Maßnahmen der Familiengerichte bei Kindeswohlgefährdung. Die seit 2012 erhobenen Angaben zu den familiengerichtlichen Maßnahmen geben einen Einblick in die Praxis beim Einsatz von Maßnahmen nach § 1666 BGB. Das Fazit: Es gibt erhebliche Häufigkeitsunterschiede beim Agieren der Familiengerichte und unerwartet hohe Unterschiede bei den Sorgerechtsentzügen im Ländervergleich. KomDat 1/2015 steht auf der Website der Dortmunder Arbeitsstelle Kinder- & Jugendhilfestatistik- AKJStat als Download zur Verfügung.

Online-Monitor Hilfen zur Erziehung

Monitor-HzE_ScreenshotMit dem HzE-Online-Monitor der AKJStat werden die bislang erschienenen Veröffentlichungen "Monitor Hilfen zur Erziehung" 2012 und 2014 weiterentwickelt und die darin enthaltenen Grundauswertungen jährlich aktualisiert, kurz und bündig präsentiert und Entwicklungen kommentiert. www.hzemonitor.akjstat.tu-dortmund.de

KomDat Jugendhilfe – Kommentierte Daten der Jugendhilfe

Logo KomDat JugendhilfDer Infodienst "KomDat Jugendhilfe – Kommentierte Daten der Jugendhilfe" der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik (AKJStat) wird dreimal jährlich veröffentlicht. Er präsentiert zu unterschiedlichen Themen Ergebnisse von Auswertungen und Analysen auf der Grundlage der amtlichen Kinder- und Jugendhilfestatistik. Alle Ausgaben stehen zum kostenlosen Download auf der Website www.akjstat.tu-dortmund.de zur Verfügung.

FORKID - Online-Datenbank zu Frühen Hilfen

FORKID_Logowww.dji.de/forkid
Die Online-Datenbank FORKID informiert über wissenschaftliche Erkenntnisse zu den Wirkungen Früher Hilfen auf Eltern und ihre Kinder. Sie stellt Ergebnisse internationaler Studien komprimiert in deutscher Sprache zur Verfügung. Zudem werden die vom Bundesfamilienministerium geförderten Modellprojekte Früher Hilfen und ihre wissenschaftliche Begleitung vorgestellt. FORKID ist ein Kooperations-Projekt des Informationszentrums Kindesmisshandlung / Kindesvernachlässigung und des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen.
Link zur Website des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung
Familien in Niedersachsen