Angst, Stress, häusliche Gewalt: Psychosoziale Auswirkungen der Corona-Krise – Erste Studien­ergebnisse

11. Juni 2020

Zwei große bundesweite Studien belegen die psychosozialen Auswirkungen der Corona-Krise in Bezug auf steigende häusliche Gewalt:

Angst, Stress, Gewalt: Erste Ergebnisse von COVID-19-Umfrage der MHH
Eine deutliche mentale Belastung mit einem Anstieg von Stress, Angst, depressiven Symptomen, Schlafproblemen, Reizbarkeit und Aggression und einer Zunahme von Gewalt sind die psychosozialen Auswirkungen der Corona-Krise. Das belegt eine erste Auswertung einer am 1. April 2020 gestarteten Umfrage des Zentrums für Seelische Gesundheit der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). 5 Prozent der Teilnehmenden gaben an, häusliche Gewalt in den vergangenen vier Wochen erfahren zu haben. Diese kann verbaler, körperlicher oder sexueller Natur sein.

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Häusliche Gewalt während der Corona-Pandemie – Erste große Studie zu Erfahrungen von Frauen und Kindern in Deutschland
Rund 3 Prozent der Frauen in Deutschland wurden in der Zeit der strengen Kontaktbeschränkungen zu Hause Opfer körperlicher Gewalt, 3,6 Prozent wurden von ihrem Partner vergewaltigt. In 6,5 Prozent aller Haushalte wurden Kinder gewalttätig bestraft. Dies zeigt die erste große repräsentative Umfrage zu häuslicher Gewalt während der Corona-Pandemie der Technischen Universität München (TUM), und Dr. Cara Ebert vom RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung. Waren die Frauen in Quarantäne oder hatten die Familien finanzielle Sorgen, lagen die Zahlen deutlich höher. Nur ein sehr kleiner Teil der betroffenen Frauen nutzte Hilfsangebote.

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