Niedersächsischer Kinderschutzkongress 2026
Auch in 2026 lädt das Sozialministerium in Kooperation mit der Kinderschutz-Akademie ein zum Niedersächsischen Kinderschutz Fachkongress. In diesem Jahr geht es um die Sozialisation im Netz: den Einfluss von Rollenbildern auf Kinder und Jugendliche und um entsprechende Präventionsmaßnahmen.
Digitale Medien prägen den Alltag von Kindern und Jugendlichen wie nie zuvor. Auf TikTok, Instagram oder in Gaming-Communities übernehmen sie oft ungefiltert Informationen und Rollenbilder, die ihre Entwicklung beeinflussen können. Fehlt es an Medienkompetenz, gewinnen stereotypische Rollenbilder, extremistische Ideologien und manipulative Inhalte leichter Einfluss. Das erhöht die Anfälligkeit für Desinformation, ideologisches Gedankengut oder für Gewalt, Ausgrenzung und Intoleranz.
Der Kongress thematisiert, wie Prävention in Kita, Schule und Jugendhilfe wirksam gelingt. Statt Social-Media-Verbote rückt die Reflexion in den Fokus: Entscheidend sind systematische Medienbildung, verantwortungsvolle Begleitung und Schutzmechanismen.
Es werden praxisnahe Ansätze vermittelt, die Fachkräfte stärken, Kinder und Jugendliche zu befähigen, kritisch zu denken, sich sicher im Netz zu bewegen und problematische Inhalte zu erkennen, damit die Übertragung von diskriminierendem Gedankengut im Netz ins reale Leben verhindert werden kann. Gemeinsam soll diskutiert werden, wie Kinder und Jugendliche geschützt, gestärkt und zu einer demokratischen Teilhabe im Netz befähigt werden können.
Der Kongress richtet sich an eine breite Zielgruppe: Koordinator:innen der Netzwerke Früher Hilfen, Kinderschutzfachkräfte nach § 8a SGB VIII in öffentlicher und freier Trägerschaft, Fachkräfte der öffentlichen Jugendhilfe, insbesondere der Jugendämter, aus Beratungsstellen, dem ambulanten und stationären Kinder- und Jugendhilfebereich, dem Bereich Frühe Hilfen, der Gesundheitshilfe, Ärztinnen und Ärzte, Fachkräfte aus dem Kita- und Kindertagespflegebereich, Lehr- und Fachkräfte aus dem schulischen Bereich sowie mit Kinderschutzaufgaben befasste weitere Fachkräfte.
Kerrin Schönenberg
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