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Kindeswohlgefährdung

Die Begriffe "Kindeswohl" bzw. "Kindeswohlgefährdung" sind unbestimmte Rechtsbegriffe aus dem Kindschaftsrecht des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) und beziehen sich umschreibend auf das gesamte Wohlergehen eines Kindes: "Wird das körperliche, geistige oder seelische Wohl des Kindes oder sein Vermögen gefährdet und sind die Eltern nicht gewillt oder nicht in der Lage, die Gefahr abzuwenden, so hat das Familiengericht die Maßnahmen zu treffen, die zur Abwendung der Gefahr erforderlich sind." (§ 1666 Abs. 1 BGB) Konkrete Details sind gesetzlich nicht definiert. Es ist also immer eine individuelle fachliche Einschätzung nötig.

Handbuch Inobhutnahme: Grundlagen - Praxis und Methoden - Spannungsfelder

Arbeitshilfe

2022 - Das Handbuch der Internationalen Gesell­schaft für erziehe­rische Hilfen (IGFH) beleuchtet in Beiträgen aus Forschung, Praxis und Fach­diskussion erst­malig systema­tisch die Inob­hut­nahme aus verschie­denen sozial­päda­gogischen Perspek­tiven. Neben recht­lichen Fragen geht es ins­besondere u.a. um Über­gänge, Beteiligung und Beschwerde oder auch Eltern­arbeit und Eltern­parti­zipation in der Inobhutnahme. Ein Schwer­punkt widmet sich den Methoden und Fragen in der Praxis der Inob­hut­nahme. Einzelne Beiträge werden mit Praxis­mate­rialien ergänzt, die zum Down­load zur Verfügung gestellt werden. Dieser Teil richtet sich damit explizit an Mit­arbei­tende in der Inob­hutnahme, auch weil konzep­tionelle Frage­stellun­gen mit reflektiert werden. Außerdem werden Best-Practice Beispiele u.a. zur Koo­peration zwischen Kinder- und Jugend­psychia­trie und der Inob­hut­nahme vorgestellt.

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Vertrauensschutz im Kinderschutz

Datenschutz-Leitfaden für die Kinder- und Jugendhilfe

September 2021 - Nach KJSG über­ar­beitete und erwei­terte Auflage. Was ist daten­schutz­rechtlich zu beachten, wenn Dritte in den praktischen Kinder­schutz bei (Verdacht auf) Kindes­wohl­ge­fähr­dung direkt mit einbezogen werden sollen? Der Leitfaden greift hierfür wesentliche daten­schutz­recht­liche Fragen aus der Praxis auf und bietet entsprechende Antworten an. Zum gezielten Nachschlagen und für eine erhöhte Praxis­tauglich­keit orientiert sich die Reihen­folge der bearbeiteten Frage­stellungen aus den Perspektiven des Jug­end­amtes und freier Jugend­­hilfe­träger an dem in § 8a SGB VIII be­schrie­benen Verfahrens­ablauf. Im Schnitt­­stellen­­bereich zwischen Jugend­­amt und Be­rufs­­geheim­­nis­­träge­rin­nen und -trägern dient entsprechend § 4 KKG als Struk­tu­rie­rungs­grund­­lage. Nach jedem Kapitel gibt es eine knappe prägnante Zusammen­fassung. Ein Anhang mit Muster­vor­lagen und Gesetzes­texten rundet den Leitfaden ab.

Download auf der Website des Niedersächsischen Sozialministeriums

Was kann, was darf, was muss?

Information für Pflegeeltern und Bewerber

2020 - Der PFAD Bundesverband der Pflege- und Adoptivfamilien hat seine Informationsbroschüre für Pflegeeltern akualisiert. Sie zeigt verschiedenen Formen der Vollzeitpflege auf, gibt einen Überblick über relevante gesetzliche Bestimmungen sowie finanzielle Leistungen und stellt die Aufgaben von Jugendamt und Pflegeeltern vor.

Kaufen (siehe Bestellformular) über die Website des PFAD Bundesverbandes

Medizinische Kinderschutz-Leitlinie

Arbeitshilfe für Fachkräfte

2019 - Ein Wissenschafts­team am Uni­versi­täts­klinikum Bonn hat gemein­sam mit der Deutschen Gesell­schaft für Kinder­schutz in der Medizin (DGKiM) und Fach­leuten aus den Bereichen der Jugend­hilfe und Päda­gogik Hand­lungs­empfehlun­gen für den Kinder­schutz erarbeitet und in einer neuen medizi­nischen Leit­linie zu­sam­men­gefasst. Sie soll Fach­kräften dabei helfen, Anzeichen von Miss­hand­lung, Miss­brauch oder Ver­nach­lässigung früher zu erkennen und schneller zu helfen. Die Ent­wick­lung der neuen medi­zini­schen Kinder­schutz­leit­linie der höchsten Quali­täts­stufe ("AWMF-S3(+)-Leitlinie Kindes­miss­handlung, -missbrauch, -ver­nach­lässigung unter Einbin­dung der Jugend­hilfe und Päda­gogik") wurde vom Bundes­minis­terium für Gesund­heit gefördert.

Kaufen über die Website der DGKiM

Kinderschutz-Leitlinie - Infos für Kinder und Jugendliche

Praxismaterialien für Kinder

2019 - Jedes Kind hat das Recht, sich sicher zu fühlen und glücklich auf­zu­wachsen. Der Infoflyer für Kinder und Jugend­liche informiert sie über ihre Rechte, klärt über Miss­hand­lung, Vernach­lässigung und Miss­brauch auf und zeigt Hilfe­mög­lich­keiten.

Quickguide kaufen über die Website der DGKiM

Kinder schützen

Handreichung

2019 - Die Handreichung der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes thematisiert körperliche und seelische Formen von Kindesmisshandlung und Kindesvernachlässigung sowie deren Ursachen bzw. Risikofaktoren. Sie informiert in verständlicher Sprache über die wesentlichen Ursachen, Erscheinungsformen, Hilfemöglichkeiten und Rechtsgrundlagen und gibt Hinweise auf Unterstützungsangebote und Kooperationspartner. Die Handreichung richtet sich an pädagogische Fachkräfte sowie ehrenamtlich tätige Personen in der Kinder- und Jugendarbeit.

Download oder kostenlose Bestellung auf www.polizei-beratung.de

Geschwister im Kontext von Misshandlung, Missbrauch und Vernachlässigung

Studie

2018 - In den letzten Jahren wurden vermehrt Forschungsaktivitäten unternommen um die Ursachen und Folgen von Misshandlung, Missbrauch und Vernachlässigung zu erforschen. Ein Thema, das hierbei kaum Beachtung fand, sind Geschwister in Familien, in denen es zu einer Kindeswohlgefährdung kommt. Diese Forschungslücke greift die Autorin in ihrer Dissertation auf und untersucht, welche Faktoren zu einer Gefährdung mehrerer Kinder beitragen und welche Auswirkungen diese auf die Geschwisterbeziehung und die psychische Belastung haben. Darüber hinaus werden Implikationen für die Praxis dargestellt, wie die Abklärung einer möglichen Gefährdung aller Kinder einer Familie und die Berücksichtigung von Geschwisterdynamiken im Rahmen von Hilfeplanung und Therapie. Übrigens: Diese Dissertation wurde mit dem Systemischen Forschungspreis ausgezeichnet.

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Kinderschutz in Ein­rich­tungen und Diensten der Jugend­hilfe

Arbeitshilfe

2015 - Das Lehr- und Praxisbuch zum Um­gang mit Fragen der Kindes­wohl­gefähr­dung ist das Ergebnis einer Fort­bildungs­reihe für sozial­päda­go­gische Fach­kräfte verschie­dener päda­gogischer Bereiche (Kinder­tages­ein­rich­tungen, Offenen Ganz­tags­schulen, Hilfen zur Erziehung) - ent­sprechend praxis­nah und hand­lungs­orientiert bereiten die Texte den Stand der fach­lichen Diskussion auf. Fachleute unterschiedlicher Professionen bieten einen weit­gefächer­ten Blick auf grundlegende Aspekte, wichtige Hand­lungsschritte, verschiedenen besonderen Lebenslagen von Familien (Sucht­belastung, psy­chische Krank­heit, Migrations­hinter­grund) sowie zur Koope­ration und Netz­werk­arbeit - immer auch anschaulich durch Praxis­beispiele illustriert.

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Juleica Praxis­buch P - Präven­tion und Kindes­wohl in der Jugend­arbeit

Arbeitshilfe für Ehrenamtliche

2015 - Mit dem "Juleica Praxisbuch P" greift der Landes­jugend­ring Niede­rsachsen e.V. für die Ausbildung von Jugend­leiterinnen und Jugend­leitern das Thema Kindes­wohl bzw. Kindes­wohl­gefährdung auf. Dabei geht es haupt­sächlich um die Bereiche Gewalt und Miss­brauch, aber auch Sucht und Sucht­präven­tion sowie psychische bzw. psychosoma­tische Krank­heiten werden berücksichtigt. Auf 88 Seiten gibt die handliche Broschüre Hinter­grund­­infor­ma­tionen, Hilfe­stellun­gen für den Ernst­fall und Methoden­vor­schläge für die Gruppen­stunde sowie nützliche Tipps und Links.

Download oder Bestellung über den Online-Shop des Landesjugend­rings

Handbuch Kindes­wohl­gefähr­dung nach § 1666 BGB und All­gemeiner Sozialer Dienst

Online-Arbeitshilfe

2007 - Das Handbuch des DJI richtet sich besonders an Mitar­bei­tende der All­ge­meinen Sozia­len Dienste. Es beschreibt die ein­schlä­gigen Aufgaben, Infor­mations­mög­lich­keiten, Arbeits­ab­läufe, Phasen der Fall­bear­beitung oder das Ver­hält­nis zu insti­tutio­nellen Koo­pera­tions­partnern. Ba­sie­rend auf einer um­fas­senden Auf­be­reitung des verfüg­baren Forschungs­standes zum Thema bietet es konkrete Hinweise, die die Ein­schätzungs- und Hand­lungs­sicher­heit in der Praxis erhöhen.

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