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Aktuelle Daten und Zahlen

Hier finden Sie Hinweise zu aktuelle Statistiken und Zahlen zu den Themen Kindeswohlgefährdung, Inobhutnahmen, erzieherische Hilfen, kindliche Gewaltopfer und mehr.

Inobhutnahmen 2025

Im Jahr 2025 haben die Jugend­ämter in Deutsch­land rund 56.900 Kinder oder Jugend­liche zu ihrem Schutz vorüber­gehend in Obhut genommen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) waren das 18 % oder rund 12.600 weniger Jungen und Mädchen als im Jahr zuvor. Bereits 2024 hatte es einen Rückgang der Inobhutnahmen um 7 % oder 5.100 Fälle gegeben. Damit ist die Fallzahl innerhalb von zwei Jahren um rund ein Viertel gesunken (-24 % oder 17.700 Fälle), nachdem sie zuvor drei Jahre in Folge auf knapp 74.600 Schutzmaßnahmen im Jahr 2023 gestiegen war.

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Inobhutnahmen in Niedersachsen in 2025

Im Jahr 2025 haben die nieder­säch­si­schen Jugend­ämter insgesamt 5.020 vor­läufige Schutz­maß­nahmen nach § 42 Achtes Buch Sozialgesetzbuch (SGB VIII) durch­geführt. Gegenüber dem Vorjahr, mit 5.204 Maßnahmen, entspricht dies einem Rückgang um 184 Fälle bzw. 3,5%. Wie das Landes­amt für Statistik Nieder­sachsen (LSN) mitteilt, ist der Rückgang vor allem auf deutlich weniger Inobhut­nahmen unbegleiteter Minder­jähriger zurückzuführen.

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Gefährdungseinschätzungen in Niedersachsen 2025

Die niedersächsischen Jugendämter führten im Jahr 2025 insgesamt 22.338 Gefähr­dungs­ein­schät­zungen nach § 8a Achtes Buch Sozial­gesetzbuch (SGB VIII) durch, wie das Landes­amt für Statistik Nie­der­sach­sen (LSN) mitteilt. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl der Verfahren um 11,3% an (2024: 20.066 Verfahren).

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Bundeslagebild Sexualdelikte zum Nachteil von Kindern und Jugendlichen 2025

Die Fallzahlen bei Sexualdelikten an Kindern und Jugendlichen sind im Jahr 2025 in vielen Bereichen gestiegen. Immer mehr Delikte werden online begangen: So verzeichneten u. a. Straftaten mit jugendpornografischen Inhalten und der sexuelle Missbrauch von Kindern ohne Körper­kontakt neue Höchstwerte. Durch die Digitalisierung und die technologische Fort­ent­wick­lung von Künstlicher Intelligenz (KI) verändern sich Tatbegehungsweisen. Das zeigt das Bundes­lage­bild "Sexual­delikte zum Nachteil von Kindern und Jugend­lichen" des Bundes­krimi­nal­amts. Es beschreibt die aktuellen Erkennt­nisse zur Lage und Entwicklung in den Bereichen des sexuellen Missbrauchs und der Miss­brauchs­dar­stellungen zum Nachteil von Minder­jährigen. Zudem werden Delikte sexueller Ausbeutung von minder­jährigen Opfern in diesem Lagebild betrachtet. Auch beleuchtet es unter anderem Charakte­ristiken von Straftäter:innen.

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Jahresbericht jugendschutz.net 2025

Sexualisierte Gewalt und extremistische Hassinhalte bleiben zentrale Probleme im Netz: Im zweiten Jahr in Folge hat jugendschutz.net mehr als 15.000 Fälle von Miss­brauchs­dar­stellungen von Kindern bearbeitet. Durch frei verfügbare KI-Anwendungen auf jugendaffinen Plattformen werden Kinder und Jugend­liche noch stärker mit volks­verhetzenden Texten, strafbaren extre­mistische Kennzeichen, drastischen Hass- und Gewal­fantasien gegenüber Frauen und Mädchen konfrontiert. Dies ist ein zentraler Befund des Jahres­berichts von jugendschutz.net, dem gemeinsamen Kompetenz­zentrum von Bund und Ländern für den Jugendschutz im Internet.

bericht.jugendschutz.net/jahresbericht-2025 

Lebens­situation, Sicherheit und Belastung im Alltag (LeSuBiA)

Das Dunkelfeld partnerschaftlicher, sexualisierter und digitaler Gewalt ist riesig und betrifft sowohl Frauen, Kinder, Jugendliche und auch Männer. Die Ergebnisse zeigen, dass Frauen häufiger und schwer­wiegender von Gewalt betroffen sind, junge Menschen stärker als ältere Menschen. Das zeigen die Ergebnisse der Dunkelfeldstudie "Lebens­situation, Sicherheit und Belastung im Alltag (LeSuBiA)", die das Bundeskriminalamt in Kooperation mit dem Bundes­innen­ministerium und dem Bundesfamilienministerium durchgeführt hat.  

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Weibliche Genitalverstümmelung in Deutschland 2024

Das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat eine aktualisierte Schätzung zur Situation weiblicher Genitalverstümmelung (FGM) in Deutschland veröffentlicht. Demnach lebten Ende 2024 rund 123.000 Frauen und Mädchen in Deutschland, die bereits betroffen sind oder als bedroht gelten.

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Kindeswohlgefährdungen 2024

Die Zahl der Kindeswohlgefährdungen in Deutsch­land hat das dritte Mal in Folge einen neuen Höchst­stand erreicht: Im Jahr 2024 stellten die Jugend­ämter in Deutschland bei rund 72.800 Kindern oder Jugend­lichen eine Kindes­wohl­gefähr­dung durch Vernach­läs­sigung, psychische, körperliche oder sexuelle Gewalt fest. Wie das Statis­tische Bundes­amt (Destatis) mitteilt, stieg die Zahl der Kindes­wohl­gefähr­dungen damit binnen fünf Jahren um fast ein Drittel (+31 %) oder 17.300 Fälle.

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Kriminalstatistik 2024: Zahlen zu kindlichen Gewaltopfern

Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) verzeichnet für das Jahr 2024 3.609 Fälle von Kindes­miss­handlung – und damit einen Anstieg von 4,82 % (2023: 3.443). Insgesamt gab es 4.573 Opfer, 56,3 % davon waren männlich, 43,7 % weiblich. Die Aufklärungsquote lag bei 96,6 Prozent.

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Psychische Erkrankungen bei Kindern und Jugend­li­chen in 2023

Bei Patientinnen und Patienten im Alter von 10 bis 19 Jahren waren psychische Erkran­kungen und Verhaltens­störungen die häufigste Ursache für eine stationäre Kranken­haus­behandlung. Depressions­erkrankungen spielen auch in dieser Altersgruppe eine wichtige Rolle: Sie sind der häufigste Grund für einen Kranken­haus­auf­ent­halt wegen psychischer Erkrankungen und Verhaltens­störungen: Im Jahr 2023 waren rund 33.300 der 10- bis 19-Jährigen wegen einer Depression stationär in Behandlung. Das entspricht einem Anteil von 30 % an den Behandlungen wegen psychischer Erkrankungen und Verhaltensstörungen dieser Altersgruppe, wie das Statis­tische Bundes­amt (Destatis) mit­teilt.

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Heimerziehung und Vollzeitpflege 2023

Im Jahr 2023 wurden in Deutschland rund 128.000 junge Menschen in einem Heim und weitere rund 87.000 in einer Pflege­familie betreut. Wie das Statis­tische Bundes­amt (Destatis) mitteilt, wuchsen damit rund 215.000 Kinder, Jugend­liche und junge Erwachsene – zumindest vorüber­gehend – außer­halb der eigenen Familie auf. Das waren rund 7.500 oder 4 % mehr junge Menschen als im Jahr zuvor.

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Niedersachsen: Lagebild Cybercrime / Kinderpornografie 2023

Im Deliktsbereich von Verbreitung, Erwerb, Besitz und Herstellung kinderpornografischer Schriften registrierte die niedersächsische Polizei im vergangenen Jahr insgesamt 6.855 Fälle (2022: 4.702 Fälle) und 1.126 entsprechende Fälle von Jugendpornografie (2022: 786 Fälle).

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DAK Kinder- und Jugendreport 2023: Psy­chi­sche Erkran­kun­gen bei Jugend­lichen

Psychische Erkrankungen von Kindern und Jugend­lichen in Deutschland sta­bi­lisieren sich auf einem hohen Niveau. Nach Anstiegen seit der Corona-Pandemie gab es 2022 im Ver­gleich zu 2021 leichte Rück­gänge in den ambu­lanten und statio­nären Behand­lungs­zahlen. Trotzdem ist die In­anspruch­nahme bei jugend­lichen Mädchen immer noch höher als vor der Corona-Pandemie. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Analyse des Kinder- und Jugend­reports der DAK-Gesundheit.

www.dak.de

Teenagermütter in Deutschland 2022

Die Zahl der Geburten von Teenager­müttern ist in den vergan­genen Jahr­zehnten deutlich zurück­gegangen – in Deutsch­land und weltweit. Im Jahr 2022 wurden in Deutsch­land durchschnittlich 6 Kinder je 1.000 weibliche Teenager zwischen 15 und 19 Jahren geboren. Im Jahr 2000 waren es noch 13, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Weltmädchentags am 11. Oktober mitteilt. Die Zahl der geborenen Kinder von 15- bis 19-Jährigen Müttern sank im selben Zeitraum von 29.140 auf 10.999. Im Jahr 2000 lebten hierzulande 2,25 Millionen weibliche Jugendliche im entsprechenden Alter, 2022 waren es 1,87 Millionen. Quelle: Statistisches Bundesamt, Zahl der Woche, 10.10.2023

www.destatis.de

Online-Monitor Hilfen zur Erziehung

Mit dem HzE-Online-Monitor der AKJStat werden die bislang erschienenen Veröf­fent­lichungen "Monitor Hilfen zur Erziehung" weiterentwickelt und die darin enthaltenen Grund­aus­wer­tungen jährlich aktualisiert, kurz und bündig präsentiert und Entwicklungen kommentiert. www.hzemonitor.akjstat.tu-dortmund.de

Kommentierte Daten der Jugendhilfe

Der Infodienst der Arbeits­stelle Kinder- und Jugend­hilfe­statistik (AKJStat) wird dreimal jährlich veröffentlicht. "KomDat Jugend­hilfe" präsentiert zu unter­schied­lichen Themen Ergeb­nisse von Aus­wertungen und Analysen auf der Grundlage der amt­lichen Kinder- und Jugend­hilfe­statistik. Alle Ausgaben stehen zum kostenlosen Download zur Verfügung: www.akjstat.tu-dortmund.de