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Gewalt und häusliche Gewalt

Die Zahlen von Gewalt betrof­fener Kinder und Jugend­licher in unter­schied­lichen Kontexten sind nach wie vor hoch. Unabhängig davon, ob physisch oder psychisch, ob direkt oder indirekt erfahren, durch Gleich­altrige, ältere Jugend­liche, im fami­liären, außer­familiären oder institu­tionellen Umfeld - jedes Kind hat "das Recht auf Schutz vor jeder Form körper­licher oder geistiger Gewalt­anwen­dung, Schaden­zufügung oder Miss­handlung (...) solange es sich in der Obhut der Eltern oder eines Eltern­teils, eines Vormunds oder anderen gesetz­lichen Vertreters oder einer anderen Person befindet, die das Kind betreut."

Kindschaftssachen und häusliche Gewalt

Arbeitshilfe

2021 - Die Fortbildungs­broschüre wurde im Rahmen des E-Learning-Projekts "Schutz und Hilfe bei häuslicher Gewalt - ein inter­diszi­plinärer Online-Kurs" erstellt. Sie richtet sich an Familien­richte­rin­nen und Familien­richter sowie an alle weiteren Akteurinnen und Akteure im familien­gericht­lichen Verfahren, die bei der Regelung des Umgangs, der elterlichen Sorge und der Fest­stellung der Kindes­wohl­gefährdung (nach häuslicher Gewalt) mit­wirken. Dazu gehören u.a. Verfahrens­bei­stän­din­nen, Verfahrens­bei­stände und familien­psy­chologische Sach­ver­ständige sowie Fach­kräfte in Jugend­ämtern und freien Trägern der Kinder- und Jugend­hilfe. Thematisiert werden rechtlichen Grundlagen zum Umgang und zur elterlichen Sorge im Kontext häuslicher Gewalt. Zum Thema Kindes­wohl­gefähr­dung bei häus­licher Gewalt werden die recht­lichen mit ent­wicklungs­psycho­logische Grund­lagen verschränkt. Zum Verfahren in Kind­schafts­sachen bei Trennung und Scheidung nach häus­licher Gewalt werden die recht­lichen Grund­lagen mit lang­jährigen Erfah­rungen in der familien­gericht­lichen und anwalt­lichen Praxis verknüpft.

Kindschafts­sachen und häusliche Gewalt. Umgang, elterliche Sorge, Kindes­wohl­gefährdung, Familien­verfahrens­recht (PDF)

Gegen Häusliche Gewalt

Arbeitshilfe für die Region Hannover

2020 - Nicht nur Frauen erleben Häusliche Gewalt, häufig sind Kinder mit betroffen. Damit die Beratung von Frauen und Kindern noch stärker Hand in Hand geht, hat das Team Gleich­stellung der Region Hannover gemeinsam mit Fach­leuten aus dem Frauen- und Kinder­schutz eine Arbeits­hilfe entwickelt. In der Broschüre sind Informationen über gesetz­liche Grund­lagen und Arbeits­aufträge zusammen­gestellt sowie alle wesent­lichen Adressen und Ansprech­personen sowie Muster­bögen, mit denen Fälle von Kindes­wohl­gefährdung an das jeweilige Jugend­amt gemeldet werden können.

Download oder Bestellung per E-Mail über www.hannover.de

20 Jahre gewaltfreie Erziehung im BGB

Studie

2020 - Am 8. November 2000 trat in Deutschland das Recht jeden Kindes auf gewalt­freie Erziehung in Kraft. Dieser Schritt hat dazu bei­ge­tragen, die Ein­stel­lungen zu Körper­strafen in der Erziehung zu verändern und körperliche und psychische Gewalt gegen Kinder zurück­zu­drängen. Doch trotz dieser positiven Entwicklung sehen viele Menschen in Deutschland körper­liche Bestrafung weiter als ange­bracht an. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Studie der Klinik für Kinder- und Jugend­psy­chiatrie/­Psycho­therapie Ulm, UNICEF Deutsch­land und dem Deutschen Kinder­schutz­bund.

20 Jahre gewaltfreie Erziehung im BGB: Aktuelle Einstellungen zu Körperstrafen und elterliches Erziehungsverhalten in Deutschland (PDF)

Frauenhauskinder und ihr Weg ins Leben

Studie

2019 - Wie haben "Frauen­haus­kinder" häusliche Gewalt und die Schutzsuche ihrer Mütter erlebt und welche Bedeutung hatte diese Erfahrung für sie? Eine Studie der Leuphana Universität Lüneburg hat diese Frage untersucht und gibt tiefe Einsichten über das Erleben von Kindern im Frauen­haus. Grund­lage der Unter­suchung sind struk­turierte Interviews, in denen junge Erwach­sene die häus­liche Situation und ihre Zeit im Frauen­haus rück­blickend beschreiben. Aus den gewonnenen Erkennt­nissen werden Empfeh­lungen für die Arbeit im Frauen­haus abgeleitet und politische Notwen­dig­keiten aufgezeigt. Das Buch bietet Erkennt­nisse und Anre­gungen für Studierende, sozial­päda­gogische Fach­kräfte, Frauen­haus­leitungen, Beratungs­stellen, Kinder­schutz und alle Interessierten im Bereich Gewalt­prävention.

Kaufen bei Verlag Barbara Budrich

Prävention von Schütteltrauma

Praxismaterialien für Eltern und Fachkräfte

2018 - Mit Materialien zur Prävention von Schütteltrauma klärt das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (werdende) Eltern über die Gefahren des Schüttelns von Säuglingen und Kleinkindern auf. Die Flyer sowie ein Film liegen neben Deutsch auch in Englisch, Französisch, Russisch, Türkisch, Arabisch und Farsi vor.

Download oder Bestellung über www.fruehehilfen.de

Kindes­miss­hand­lung - Medi­zinische Diagnostik, Inter­vention und recht­liche Grund­lagen

Arbeitshilfe

2016 - Das erste umfassende medizinische Fach­buch in Deutsch­land für Diagnostik und Inter­vention bei Kindes­miss­handlung ist 2008 im Springer Medizin Verlag erschienen und mittler­weile mehrfach neu auf­gelegt und überarbeitet. Es dient als Leit­faden und Nach­schlage­werk für Fachleute im Kinder­schutz aus Rechts- und All­gemein­medizin, Justiz, Polizei­dienst­stellen, Jugend­ämtern, Beratungs­stellen und andere. Kompakt und praxis­relevant mit Rechts­tipps, Merk­sätzen, Merk­blättern und Check­listen. Unter Berück­sichtigung der neuesten interna­tionalen Leitlinien, Literatur, Gesetze und Rechtsprechung.

Kaufen bei Springer Verlag

Mehr zum Thema

Rechtliches

Miss­handlung von Schutz­befohlenen - § 225 StGB

Schutz vor Gewalt­anwen­dung, Miss­hand­lung, Ver­wahr­losung - Artikel 19 VN-Kin­der­­rechts­­kon­ven­tion (PDF)
in: BMFSFJ (Hrsg.): Überein­­kommen über die Rechte des Kindes. VN-Kinder­rechts­kon­vention im Wortlaut mit Materialien, Berlin 2018, S. 17

Täterarbeit Häusliche Gewalt in Niedersachsen

www.taeterarbeit-niedersachsen.de
www.mann-kann-sich-aendern.de
Die Website bietet eine Übersicht über die örtlichen Angebote der Täterarbeit Häus­liche Gewalt in Niedersachsen und bündelt entsprechende Informationen für Interessierte und Fachkräfte. Vorgestellt wird auch die Landes­arbeits­gemeinschaft Täterarbeit Häusliche Gewalt in Nieder­sachsen. Das Informations­angebot entstand im Rahmen des Modellprojekts "Nachhaltige Vernetzung der Täterarbeit Häusliche Gewalt in Niedersachsen", gefördert vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung.

Kampagne: Partnerschaftsgewalt und ihre Auswirkungen auf Kinder

Seit September 2021 läuft die Kampagne der Kinderschutz-Zentren, mit der gezielt Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren erreicht werden sollen. Dafür sollen auch Lehrer­innen und Lehrer, Erzieher­innen und Erzieher sowie andere Fach­kräfte aus dem Schul­wesen für das Thema zu sensibilisiert werden. Dazu gibt Social­Media­Aktionen, Informationen- und Hilfe­angebote für Kinder, Eltern und Fach­kräfte auf der Web­site der BAG Kinderschutz-Zentren und regional vor Ort sowie eine Podcast-Reihe zum Thema.
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